ATZ Arbeitstrainingszentrum (ehem. BZM)

Das ATZ Arbeitstrainingszentrum (ehem. BZM) bietet Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation und Integration an

Durch verschiedene Maßnahmen aus dem Bereich des zweiten und dritten Sozialgesetzbuches (SGB II und SGB III) können sich Menschen mit psychischen Erkrankungen, Behinderungen oder erschwerten Zugängen zum Arbeitsmarkt erfolgreich diesem annähern oder sich nachhaltig integrieren.

Individuell und passgenau in den Arbeitsmarkt integriert

Unsere Programme orientieren sich vor allem an den beruflichen Zielen und Wünschen der Teilnehmenden. Wir unterstützen sie bei der Überprüfung wie Verbesserung der Belastbarkeit in Bezug auf ihre Arbeitsfähigkeit. Zudem helfen wir bei der Wiederaufnahme von weiteren Aktivitäten zur beruflichen Integration, Bewältigung von begleitenden Erkrankungen, Stärkung des Selbstwertgefühls und Entwicklung einer Zukunftsperspektive.

Seit 2017 wird das Programm Job Coach ebenfalls als geteilte AVGS und FBW Maßnahme (Förderung der beruflichen Weiterbildung) in verschiedenen Berufsfeldern angeboten. Bis zu 96 Teilnehmende werden in theoretischen und praktischen Modulen auf das Erwerbsleben vorbereitet und in den freien Arbeitsmarkt erfolgreich integriert.

Im Rahmen der kooperativen Reha-Ausbildung, einer Ausbildung in Kooperation mit Betrieben und Berufsschulen, hat sich das ATZ Arbeitstrainingszentrum als fester Bestandteil des regionalen Ausbildungsmarktes etabliert. Dabei werden Auszubildende durch Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung unterstützt, Betriebe erhalten während der Phase Begleitung durch unsere Fachkräfte.

Zusätzlich bietet das ATZ mehrere Arbeitsgelegenheiten an, die zeitlich und thematisch befristet sind.

Job Coach – erst platzieren, dann trainieren!

Gezielt und individuell in den Arbeitsmarkt integriert

„Job Coach – erst platzieren, dann trainieren!“ ist ein berufliches Trainingsprogramm, das aus drei aufeinanderfolgenden Maßnahmen (AVGS, FBW) besteht. Das Ziel ist, die langfristige Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Maßnahme kennzeichnet sich wie folgt:

Eingangs-Check – Assessmentcenter mit Berufsprofiling (1 Monat AVGS)

  • Sichere Einschätzung Ihrer Fähigkeiten,Fertigkeiten und Kenntnisse
  • Feststellung der Eignung für den ersten Arbeitsmarkt mittels anerkannter Testverfahren
  • Feststellung der Eignung für eine weiterführende Maßnahme
  • Erstellung eines Fähigkeitenprofils
  • Jobprofiling (Überprüfung von Berufsfeldeignung)

Grundkompetenz (3 Monate FBW)

  • Erwerb der Grundkompetenzen
  • Herstellung verbesserter Zugangsvoraussetzungen für die berufliche Weiterbildung

Basisqualifizierung (5,5 Monate FBW)

  • Theoretische und praktische Qualifizierung in 6 Berufsfeldern
  • Auffrischung des Grundwissens
  • Inhouse-Training in sechs hausinternen Arbeitsfeldern
  • Externes Praktikum mit Rückholtag
  • Integration und Nachbetreuung (bis zu 3 Monaten)

Die Maßnahme „Job Coach – erst platzieren dann trainieren!“ richtet sich an folgende Zielgruppe:

  • arbeitslose und arbeitssuchende Menschen mit eschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt.
  • Alter i. d. R. zwischen 18 bis 55 Jahren

Zugangsvoraussetzungen der Teilnehmenden:

  • Feststehende Wahl des Arbeitsbereichs
  • Belastbarkeit von mind. 3 Stunden täglich
  • FBW Bildungsgutschein und/oder AVGS Vermittlungsgutschein oder
  • Kostenzusage der DRV

Maßnahmeverlauf und Buchung:

Die Module der Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben können durch den Leistungsträger gebucht werden. Wir empfehlen jedoch einen Einstieg mit Eingangscheck –> Grundkompetenz –> Job Coach, damit ein qualifizierter und erfolgsversprechender Ablauf gewährleistet werden kann.

Buchung und Anfragen unter:
05251 89223-200

Offene Sprechstunde:
Jeden Freitag von 9:00-12:00 Uhr

Vorstellung der 6 Berufsfelder

Metall / Holz:
Der Metallbereich ist in der Lage, durch verschiedene Bearbeitungstechniken Verarbeitungen für unterschiedlichste Branchen auszuführen. Darunter fallen Aufgaben wie u.a. das Montieren, Schrauben, Pressen, Sägen, Bohren, Gewindeschneiden.
Der Werkstoff Holz lässt sich fast überall einsetzen und schafft ein freundliches und angenehmes Wohnambiente. Teilnehmende erfahren Grundkenntnisse über Holz und seine Einsatz- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Sie erfahren praktisch und theoretisch, welche Holzverbindungen möglich sind, welche Geräte bei Renovierungs-, Montage-, Reparaturarbeiten und Dekoration zum Einsatz kommen können und welche Zusatzmaterialien beim Holzwerken benötigt werden.

Garten- und Landschaftsbau:
Gärtner für Garten- und Landschaftsbau haben vielfältige Aufgaben. Sie legen Grünanlagen an, erledigen Erdarbeiten und pflegen Teiche und Brunnen. Teilnehmende lernen hier die theoretische und praktische Umsetzung berufsspezifischer Aufgaben. Gärtner bzw. Helfer im Gartenbereich arbeiten in Fachbetrieben des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus. Auch in städtischen Gärtnereien, botanischen oder zoologischen Gärten sind sie tätig.

Medien und Kommunikation:
Mediengestalter gestalten. Sie entwerfen und produzieren mediales Material, nicht selten multimedial mit anderen Medientypen kombiniert. Die Planung, Erstellung und Bearbeitung von Videos und O-Tönen über Broschüren und Anzeigen, Webanwendungen bis hin zu Gravuren und Schildern sind die wesentlichen Aufgaben im Bereich Medien und Kommunikation. Die Anstellung erfolgt überwiegend in Werbeagenturen, Verlagen und Werbeabteilungen von Betrieben.

Betreuung, Pflege und Soziales:
Von Mensch zu Mensch. Der Gesundheitsbereich wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. So wächst auch der Bedarf an medizinischer Pflege und ganzheitlicher Versorgung. Der Bereich Betreuung, Pflege und Soziales ist auf ein Berufsfeld ausgerichtet, in dem Pflegeassistenz, Beratung, Begleitung und Betreuung andere Menschen als unterstützende und helfende Tätigkeit zu leisten ist.

Hauswirtschaft:
Hauswirtschaft klingt trist? Von wegen! Wer im Bereich Hauswirtschaft arbeitet, ist Experte um Umgang mit u.a. verschiedenen Geräten, Hygiene, Umweltschutz und gesunder Ernährung. Die Einsatzmöglichkeiten sind primär in sozialen Einrichtungen (Alten- und Altenpflegeheim, Jugend- und Erziehungsheim, Wohn- und Pflegeheim) in Küchen, Wohnräumen, Nutzgärten oder Speisesälen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kliniken, Erholungsheime und landwirtschaftliche Betriebe. Eine Beschäftigung in privaten Haushalten als Hauspersonal ist ebenso möglich.

Verwaltung/Kaufmännisch:
Das Berufsbild einer Arbeitskraft in der Verwaltung variiert deutlich von Einrichtung zu Einrichtung. Während in kleinen Einrichtungen eher Allround-Kräfte benötigt werden, findet sich in größeren Unternehmen ein höheres Maß an Spezialisierung wieder. So kann hier nur ein Bruchteil der durchzuführenden Tätigkeiten wiedergegeben werden. In der Regel umfasst das Aufgabenfeld u.a. Sicherstellung eines modernen Rechnungswesens mit Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Statistiken und allgemeinen Verwaltungsaufgaben, Überwachung der Zahlungseingänge, Telefondienste und Schriftverkehr.

Bewerbungscoach – 10 Stunden Einzelcoaching

Die Maßnahme „Bewerbungscoaching“ richtet sich an arbeitsuchende Frauen und Männer, die in der Bewerbungsphase kompetente Unterstützung und Begleitung rund um Bewerbung und Stellensuche in Anspruch nehmen wollen. Das Coaching eignet sich für alle Ziel-, Alters- und Berufsgruppen von arbeitsuchenden Menschen.

Leistungsbeschreibung

Aufbau und Inhalt der Maßnahme orientieren sich für jeden Teilnehmer an den individuellen Lernvoraussetzungen und –möglichkeiten, an der persönlichen Belastbarkeit und, soweit vorhanden, an konkreten Berufswünschen. Die Maßnahme wird für 10 Unterrichtsstunden auf  einen individuellen Zeitraum geplant.

Anzahl der Unterrichtseinheiten:

  • Modul 1:  8 UE, davon 7 tQ
  • Modul 2:  2 UE, davon 3 tQ

Zugangsvoraussetzung der Teilnehmer

  • Keine besonderen Vorkenntnisse
  • Belastbarkeit von mehr als drei Stunden täglich.Grobziele:
  • Anfertigen einer zeitgemäßen und ausdrucksstarken Bewerbung
  • Kennenlernen und Anwendung neuer Möglichkeiten der Stellenakquise (Selbstvermittlung)
  • Erarbeitung einer Strategie, sich wieder ins Arbeitsleben zu integrieren
  • Förderung zur Beseitigung von Hemmnissen und Schwierigkeiten
  • Die Entwicklung eines verbesserten Gespürs für Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Analyse der Bewerbervorstellungen von bestimmten Arbeitsplätzen
  • Entwicklung von Selbstvermittlungsfähigkeit
  • Erlernen der Fähigkeit, kreativ, unkonventionell und komplex zu denken und nach Arbeitsmöglichkeiten und neuen Tätigkeitsfeldern zu suchen
  • Erlernen, die eigenen Fähigkeiten wirkungsvoll und selbstsicher zu vermarkten (Selbstwirksamkeitsstrategien entwickeln)

Arbeitsgelegenheiten

Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung – Brückenjob nach § 16 Abs. 3 Satz 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II)
Wir führen durchgehend unterschiedliche Arbeitsgelegenheiten mit einer Dauer von ca. 12 Monaten durch. die Arbeitsgelegenheiten des SPI Paderborn haben die Besonderheit, dass sie sich stark an der Kombination aus Kreativität und Handwerk orientieren. Zum Beispiel haben Teilnehmende in der Arbeitsgelegenheit „Camp & More“,  Ruhebänke in Kooperation mit dem Kreis Paderborn entwickelt. Eine andere Arbeitsgelegenheit baut Upcycling Produkte aus nicht mehr nutzbaren Materialien und „haucht“ Ihnen neues Leben ein.
Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch über die Maßnahme.

Ein laufender Einstieg ist möglich. Zugangsvorraussetzung: ALGII Bezug

Qualitätsmanagement

Seit Juli 2009 nutzt die Organisation ein dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem, das zunächst für den Job-Coach-Bereich (AVGS-Maßnahme) entwickelt wurde und seit Dezember 2010 auch auf die BvB-Maßnahme des ATZ angewendet wird. Es entspricht sowohl den Forderungen des § 84 Nr. 4 des SGB III als auch den in der HEGA 12/2009 dargelegten Kriterien für vergleichbare Einrichtungen nach § 35 SGB IX einschließlich der Kriterien für die Durchführung von Teilen der Ausbildung in Betrieben nach § 35 Abs. 2 SGB IX.

Das vorliegende QM-System basiert in allen wesentlichen Teilen auf den Vorgaben und Empfehlungen der DIN EN ISO 9001:2015.

Ziel des Qualitätsmanagementsystems des ATZ ist die Sicherstellung und kontinuierliche Verbesserung der Qualitätsfähigkeit unseres Hauses auf der Basis definierter Prozesse und Abläufe bei der Planung, Durchführung und Bewertung von Bildungsdienstleistungen.

QM-Beauftragte für die berufliche Rehabilitation ist Frau Regina Gelhausen, Tel.: 05251 89223-212.

Team ATZ Arbeitstrainingszentrum (ehem. BZM)

Bartholomäus Rymek
M.A. Sozialmanagement
Leitung

Mitarbeiter*innen

Miriam Behr
Dipl. Sozialpädagogin
Janine Graf
Dipl. Sozialpädagogin
Berthold Günther
Berufsberater
Friedhelm Hanselle
Arbeitspädagoge
Marie Kleinefenn
Studentin Soziale Arbeit
Axel Neumann
Förderlehrer
Uwe Offhaus
Assistent
Hannah Tegelkamp
Dozentin
Andreas Weßnigk
Arbeitstherapeut

Sie haben Interesse an weiteren Informationen über unsere Angebote und bitten um eine Kontaktaufnahme?
Senden Sie uns einfach eine Mail an: atz@spi-paderborn.de

Berufliche Rehabilitation –
ATZ Arbeitstrainingszentrum

Lindenweg 5
D-33098 Paderborn

Tel.: 05251 89223-200
Fax: 05251 89223-99200
E-Mail: atz@spi-paderborn.de

Bartholomäus Rymek
M.A. Sozialmanagement
Leitung ATZ
05251 89223-201
05251 89223-99201
bartholomaeus.rymek@spi-paderborn.de