
Am 09. Juni 2026 haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Arbeit erreicht: An unserem Standort in der Ferdinandstraße 4 in Paderborn wurde uns offiziell der Förderbescheid für das Projekt „Zukunft gestalten – Energieeffiziente Sanierung der Tagesstätte des SPI Paderborn e. V.“ übergeben.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE/JTF-Programm NRW) und umfasst rund 552.000 Euro. Übergeben wurde der Förderbescheid durch Jens Kronsbein von der Bezirksregierung Detmold.
Sanierung für bessere Bedingungen und mehr Klimaschutz
Mit dem Projekt werden wir unsere Tagesstätte umfassend energetisch sanieren und auf einen modernen ökologischen Stand bringen. Ziel ist es, die Bedingungen für unsere Besucher*innen und Mitarbeiter*innen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Breite Unterstützung für das Projekt
Von Seiten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als Leistungsträger wird unser Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Regionalplaner Robert Messing betont:
„Als Leistungsträger ist es uns ein zentrales Anliegen, zukunftsfähige Strukturen zu fördern, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch bedarfsgerecht sind. Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Projekt ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Teilhabeangebote für Menschen geleistet werden kann.“
Auch Jens Kronsbein von der Berzirksregierung Detmold unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Projekts:
„Wer die soziale Infrastruktur fördert, investiert in den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Tagesstätte ist für viele Menschen ein wichtiger sozialer Anlaufpunkt. Die Sanierung senkt den Energieverbrauch, schont das Klima und stärkt zugleich einen wichtigen Ort der Unterstützung.“
Starke Stimmen aus unserem Vorstand
Für unsere geschäftsführende Vorständin Sylvia Polte steht die strategische Weiterentwicklung im Fokus:
„Die Förderung ermöglicht es uns, die bauliche Infrastruktur unserer Einrichtung grundlegend zu modernisieren und energetisch zukunftsfähig auszurichten. Damit verbessern wir nicht nur die Betriebseffizienz des Gebäudes, sondern schaffen langfristig stabile Rahmenbedingungen für unsere Arbeit. Dieses Projekt zeigt, wie ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe erfolgreich miteinander verbunden werden können.“
Unser geschäftsführender Vorstand Horst Goldscheck hebt die Bedeutung für die Menschen hervor:
„Für die Menschen, die unsere Tagesstätte besuchen, ist dieser Ort ein wichtiger Anker im Alltag. Mit der Sanierung investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern in bessere Lebensbedingungen, mehr Verlässlichkeit und neue Perspektiven. Gleichzeitig leisten wir unseren Beitrag zum Klimaschutz – das gehört für uns untrennbar zusammen.“
Beitrag zur Zukunftsfähigkeit
Mit der geplanten Sanierung verbinden wir ökologische Verantwortung mit unserem sozialpolitischen Auftrag. Das Projekt stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Einrichtung und schafft langfristig ein stabiles und unterstützendes Umfeld für unsere Teilnehmer*innen.

Nicht jeder junge Mensch findet nach einem belastenden Tag einen Ort, an dem er zur Ruhe kommen kann. Viele der Jugendlichen, die in unseren stationären Jugendhilfeeinrichtungen leben, sind mit psychischen Erkrankungen, traumatischen Erfahrungen oder starken emotionalen Belastungen konfrontiert. Depressionen, Ängste, innere Anspannung oder Überforderung prägen häufig ihren Alltag.
Gerade in solchen Situationen braucht es mehr als Gespräche und pädagogische Unterstützung. Es braucht einen geschützten Raum, der Sicherheit vermittelt, Reize reduziert und dabei hilft, wieder bei sich selbst anzukommen.
Mit deiner Unterstützung möchten wir in unseren drei Jugendhilfeeinrichtungen sogenannte Snoezelenräume einrichten. Dabei handelt es sich um speziell gestaltete Rückzugsorte, die durch sanfte Lichtquellen, beruhigende Klänge, weiche Materialien und multisensorische Elemente eine entspannende Atmosphäre schaffen.
Die Räume bieten Jugendlichen die Möglichkeit, Stress abzubauen, ihre Wahrnehmung bewusst zu lenken und emotionale Anspannung zu reduzieren. Sie ergänzen die pädagogische und therapeutische Arbeit vor Ort und können insbesondere in belastenden Situationen dazu beitragen, Krisen frühzeitig zu entschärfen.
Damit leisten die Räume einen wichtigen Beitrag zur emotionalen Stabilisierung und fördern langfristig die persönliche Entwicklung der jungen Menschen.
Jeder Beitrag – unabhängig von seiner Höhe – hilft dabei, jungen Menschen einen Ort zum Durchatmen zu schenken. Gemeinsam können wir Räume schaffen, die Sicherheit geben, Entlastung ermöglichen und neue Perspektiven eröffnen.
Unterstütz unser Projekt mit deiner Spende und hilf mit.

Am 9. Mai 2026 wurde die Innenstadt von Paderborn erneut zu einem starken Zeichen für Zusammenhalt, Teilhabe und gelebte Inklusion. Unter dem Motto „Teilhabe jetzt – einfach machen!“ versammelten sich mehr als 300 Menschen mit und ohne Behinderung, Angehörige, Unterstützer*innen sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft einzustehen. Bereits am Startpunkt an der Herz-Jesu-Kirche war die besondere Atmosphäre spürbar: laut, bunt, emotional und gleichzeitig voller Hoffnung. Der Protestmarsch machte deutlich, dass Inklusion keine Randforderung ist, sondern ein grundlegendes gesellschaftliches Anliegen.
Durch den gesamten Tag führte moderierend Annika Hogrebe von der Stiftung Bethel, die immer wieder den Gemeinschaftsgedanken in den Mittelpunkt stellte. Mit klaren Worten und viel Gefühl verband sie die einzelnen Programmpunkte miteinander und brachte die Stimmung des Tages auf den Punkt: „Dieser Tag zeigt, dass wir nur gemeinsam wirklich etwas verändern können.“ Immer wieder wurde deutlich: Es geht nicht nur um Forderungen, sondern um Menschen, Geschichten und das Recht, Teil eines Ganzen zu sein.
Auch Bartholomäus Rymek, Leitung ATZ des SPI Paderborn e.V. betonte in seinem Beitrag die Bedeutung des gemeinsamen Engagements und der vielen eingegangenen Wünsche und Forderungen. „Der Protest gehört den Menschen, die Veränderung wollen“, erklärte er und machte deutlich, wie wichtig es sei, die Stimmen der Betroffenen sichtbar und hörbar zu machen. Die hohe Beteiligung und die vielen eingereichten Anliegen zeigten eindrucksvoll, wie groß der Wunsch nach echter gesellschaftlicher Teilhabe in allen Lebensbereichen wie u.a. Wohnen, Arbeit, Mobilität und Freizeit weiterhin ist.
Besonders bewegend war der Beitrag von Eduard Edel, der offen über seine persönliche Situation sprach. Edel lebt selbst mit Multipler Sklerose und positionierte sich klar zum Thema Mobilität und Barrierefreiheit. Seine Worte sorgten für einen stillen, aber eindringlichen Moment: „Nur 3–5 Prozent der Menschen mit Behinderung werden mit einer Behinderung geboren – über 90 Prozent bekommen sie im Laufe ihres Lebens.“ Mit seinem persönlichen Blick machte er deutlich, dass Inklusion letztlich jede und jeden betreffen kann und gesellschaftliche Teilhabe daher kein Sonderthema sein darf.
Neben den politischen Botschaften prägten auch die musikalischen und kreativen Beiträge den Tag. Für emotionale und mitreißende Momente sorgten mehrere musikalische Acts, die den Protestmarsch begleiteten und die Vielfalt der Veranstaltung widerspiegelten. Den Auftakt machte Life mit einem energiegeladenen Auftritt, der sofort für Stimmung sorgte und viele Menschen mitriss. Im weiteren Verlauf begeisterte Matthias Lüke das Publikum mit seiner Musik und emotionalen Bühnenpräsenz. Den kraftvollen Abschluss bildeten schließlich Michael Hogrebe gemeinsam mit einem eindrucksvollen Rap-Beitrag von Fusy. Mit starken Texten, klaren Botschaften und viel Energie wurde der musikalische Schlusspunkt des Tages gesetzt – laut, emotional und voller Haltung.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt einer inklusiven Tanzgruppe, die mit ihrer Choreografie eindrucksvoll zeigte, wie selbstverständlich Vielfalt und Gemeinschaft zusammengehören. Am Rathaus wurden anschließend die gesammelten Forderungen öffentlich vorgetragen und symbolisch an die stellvertretende Bürgermeisterin übergeben. Über 300 Menschen erhoben dabei gemeinsam ihre Stimmen für mehr Barrierefreiheit, bessere Mobilität, echte Mitbestimmung und eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird.
Die Resonanz aus der Bürgerschaft war durchweg positiv. Viele Passantinnen und Passanten reagierten mit Zuspruch, Applaus und Interesse. Der Protestmarsch zeigte eindrucksvoll, wie viel Mut, Engagement und Zusammenhalt in der Region vorhanden sind. Am Ende blieb vor allem eine Botschaft: Wir wollen eine inklusive Gesellschaft sein – und Teil eines Ganzen. Denn Inklusion ist kein Trend, es ist ein Menschenrecht.

Vom 8. bis 10. Mai 2026 wurde der Graffitistern an den Paderwiesen in Paderborn im Rahmen des Inklusionswochenendes in Paderborn zu einem außergewöhnlichen Ort gelebter Inklusion, kreativer Teilhabe und gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Unter dem Motto „Sprüh vor Protest“ verwandelten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern den öffentlichen Raum in eine sichtbare Botschaft für Teilhabe, Respekt und Gleichberechtigung.
An drei intensiven Tagen entstanden drei großformatige Kunstwerke, die nicht nur den Graffitistern nachhaltig prägen, sondern auch zahlreiche Gespräche in der Öffentlichkeit ausgelöst haben. Viele Passantinnen und Passanten blieben stehen, stellten Fragen, fotografierten die Werke oder kamen mit den Beteiligten direkt ins Gespräch. Immer wieder war Staunen über die Offenheit, die Kreativität und die starken Botschaften der Aktion zu spüren.
Jan Bargfrede, 1. Vorsitzender Paderborner Kreaturen e.V. zeigte sich bewegt von der Resonanz und der Wirkung des Projekts:
„Viele Menschen sind stehen geblieben, haben gefragt, gestaunt und das Gespräch gesucht. Genau das wollten wir erreichen – Sichtbarkeit schaffen und Begegnung ermöglichen. Wir hoffen sehr, dass die drei neuen Kunstwerke am Graffitistern noch lange erhalten bleiben.“
Im Mittelpunkt der Aktion stand vor allem der gemeinsame kreative Prozess. Teilnehmende aus unterschiedlichen Programmen des Gesamtvereins SPI Paderborn e.V. konnten aktiv an den Workshops und der Gestaltung der Kunstwerke mitwirken. Für viele war es die erste Erfahrung mit Graffiti-Kunst und öffentlicher kreativer Arbeit.
Bartholomäus Rymek des SPI Paderborn e.V. betonte besonders die persönliche Entwicklung vieler Beteiligter während der Aktion:
„Die Teilnehmenden haben Neues gelernt, sich ausprobiert und ihrer eigenen Stimme ein Bild gegeben. Viele haben sich getraut, sichtbar zu werden und ihre Gedanken mitten in die Öffentlichkeit zu tragen.“
Gerade dieser Mut habe die Aktion so besonders gemacht. In vorbereitenden Workshops entstanden persönliche Entwürfe und Botschaften zu Themen wie Ausgrenzung, fehlender Barrierefreiheit, Diskriminierung und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit. Gemeinsam mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern wurden daraus sichtbare Werke im öffentlichen Raum.
Begleitet wurde das Projekt von regionalen Kunstschaffenden, die ihre Erfahrungen und Techniken einbrachten und gemeinsam mit den Teilnehmenden an den Graffiti-Arbeiten arbeiteten. Dabei entstand nicht nur Kunst, sondern auch Begegnung, Austausch und ein neues Selbstbewusstsein vieler Beteiligter.
Besonders der offene Mitmachworkshop zog zahlreiche Interessierte an. Besucherinnen und Besucher konnten selbst erste Graffiti-Techniken ausprobieren, Fragen stellen oder spontan kreativ mitwirken. Der Graffitistern wurde dadurch zeitweise zu einem offenen Begegnungsort, an dem Menschen unterschiedlichster Hintergründe miteinander ins Gespräch kamen.
Die drei neuen Kunstwerke stehen nun dauerhaft als sichtbares Zeichen für Inklusion und Teilhabe an den Paderwiesen. Sie erinnern daran, dass Menschen mit Behinderung nicht übersehen werden dürfen und dass gesellschaftliche Teilhabe aktiv gestaltet werden muss – sichtbar, mutig und mitten in der Stadt.
Die Aktion „Sprüh vor Protest“ wurde im Rahmen des bundesweiten Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt und durch Aktion Mensch gefördert. Organisiert wurde das Projekt vom Paderborner Kreaturen e.V. gemeinsam mit zahlreichen Unterstützenden aus der Region.

Bund, Länder und Kommunen diskutieren radikale Einschnitte bei sozialen Leistungen. Gespart werden soll ausgerechnet da, wo Unterstützung unverzichtbar ist: bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Behinderungen – bei Millionen Menschen und ihren Familien.

Seit Monaten tagt eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter*innen von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam darüber beraten, wie sich Sozialleistungen kürzen lassen. Nicht öffentlich, nicht transparent, nicht unter Beteiligung der Menschen, die davon betroffen wären. Der Paritätische Gesamtverband hat ein aus diesen Arbeitsgesprächen stammendes internes 108-seitiges Arbeitspapier veröffentlicht, in dem zum Teil drastische Einschnitte bei den Leistungen der Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe aufgelistet sind. Was darin steht, ist erschreckend.
In diesem Arbeitspapier sind mehr als 70 Kürzungsvorschläge aufgelistet, mit einem bezifferten Einsparvolumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Volumen dürfte noch erheblich höher liegen, denn knapp zwei Drittel der Vorschläge sind gar nicht mit Zahlen unterlegt. Es geht um den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Um die Schulbegleitung für Kinder mit Behinderungen. Um die Nachbetreuung junger Erwachsener, die gerade erst die Jugendhilfe verlassen haben und auf eigenen Beinen stehen lernen. Um das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen, also um die Frage, ob sie selbst bestimmen dürfen, wie und wo sie leben.
Das Papier trägt den harmlosen Titel „Effizienter Ressourceneinsatz“. Doch was es beschreibt, ist ein Kahlschlag. Wir als SPI Paderborn e. V. teilen den Widerspruch des Paritätischen gegen diese Sparvorschläge, denn sie sind ein Angriff auf Errungenschaften, für die Betroffene, Verbände, Leistungserbringer und Fachleute jahrzehntelang gekämpft haben. Individuelle Rechtsansprüche, das Wunsch- und Wahlrecht bei der Hilfeauswahl, der Anspruch auf bedarfsgerechte Schulbegleitung, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe: alles steht zur Disposition. Manche Vorschläge sind dabei nicht nur sozialpolitisch fragwürdig, sondern auch rechtlich problematisch. So widerspricht die Streichung des gesetzlichen Anspruchs auf Schulbegleitung der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat. Die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter ab 16 Jahren in Erwachsenenunterkünften mit reduzierten Standards widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention.
Es ist absolut nachvollziehbar, dass angesichts der desolaten Haushaltslage der Kommunen gespart werden muss und Bürokratie abgebaut werden soll. Ein derartiger Kahlschlag langjährig etablierter und notwendiger Leistungen führt jedoch nicht zur dauerhaften Entlastung der Kommunen, sondern lediglich zu einer Kostenverschiebung auf die Schultern der Steuerzahler in die Zukunft.
Weitere Informationen zu den umstrittenen Reformplänen mit Hilfestellung und Materialien zum Aktiv werden finden Sie unter: https://www.der-paritaetische.de/themen/bereichsuebergreifende-themen/sozialabbau-stoppen/

Das diesjährige Reha‑Kolloquium fand vom 24. bis 26. März 2026 im Congress Center Leipzig statt und brachte Expert*innen aus der Reha‑Wissenschaft, Praxis, Medizin, Politik und Verwaltung zusammen. Unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ bot die Veranstaltung mit mehr als 300 Beiträgen ein breites Spektrum an aktuellen Erkenntnissen und Diskussionen zu Rehabilitation, Teilhabe und sozialmedizinischen Entwicklungen.
Der geschäftsführende Vorstand des SPI Paderborn e. V., Sylvia Polte und Horst Goldscheck, sowie die Leitung (Ulrich Saur) und stellvertretende Leitung (Linda Fockel) der RPK Paderborn nahmen an der Veranstaltung teil und setzten sich intensiv mit den inhaltlichen Impulsen auseinander. Im Mittelpunkt standen insbesondere die wissenschaftlichen Perspektiven auf faire und diversitätssensible Rehabilitationsangebote sowie die Bedeutung evidenzbasierter Entwicklungen für eine zukunftsfähige Versorgung. Die Vielzahl an Beiträgen und Fachgesprächen bot wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen der Reha‑Landschaft.
In Gesprächen mit Akteur*innen aus Forschung und Praxis ergaben sich zahlreiche neue Anknüpfungspunkte für den weiteren fachlichen Austausch. Die Veranstaltung bot damit eine wichtige Gelegenheit, das bestehende Netzwerk zu vertiefen und neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Der Vorstand des SPI beschreibt die Teilnahme wie folgt:
„Das Reha‑Kolloquium hat uns erneut gezeigt, wie dynamisch sich die rehabilitative Versorgung weiterentwickelt. Die Vielfalt der Perspektiven, die Offenheit für Innovationen und der konstruktive Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen waren für uns äußerst bereichernd. Wir nehmen viele Anregungen mit, die unsere Arbeit nachhaltig unterstützen werden.“
Die stellvertretende Leitung der RPK Paderborn, Linda Fockel, ergänzt:
„Besonders wertvoll war für mich die Möglichkeit, Themen wie Chancengleichheit und Teilhabe aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln zu betrachten. Die vielen Gespräche und Impulse bestärken uns darin, unsere Angebote weiterhin konsequent an den Bedürfnissen der Rehabilitand*innen auszurichten.“
Weitere Informationen zum Kolloquium sind unter dem folgenden Link zu finden: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Reha-Wissenschaften/Wissensaustausch_Veranstaltungen/Reha-Kolloquium/Reha-Kolloquium-aktuell/kolloquium_aktuell_index.html

Am 9. Mai 2026 findet in Paderborn der Protestmarsch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Unter dem Motto „Teilhabe jetzt – einfach machen!“ werden Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ein Zeichen für Respekt, Selbstbestimmung und echte Inklusion setzen. Es ist Zeit, Barrieren sichtbar zu machen. Der Protest richtet sich an Politik und Gesellschaft gleichermaßen. Ziel ist es, konkrete Forderungen für eine inklusive Gesellschaft zu sammeln und öffentlich zu machen.
„Der Protestmarsch gehört den Menschen, die Veränderung wollen. Wir möchten, dass Betroffene selbst benennen, was sich ändern muss“, sagt Bartholomäus Rymek vom Arbeitstrainingszentrum (ATZ) des SPI Paderborn e. V. „Wenn viele Stimmen zusammenkommen, entsteht echte Bewegung.“
Gesucht werden konkrete Forderungen, zum Beispiel:
Alle eingesendeten Beiträge werden gesammelt, thematisch gebündelt und beim Protestmarsch öffentlich vorgetragen. Forderungen können unkompliziert per Direktnachricht über Instagram eingereicht werden:
https://www.instagram.com/protestmarsch_paderborn/
Alternativ ist eine Einreichung auch über die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) Paderborn möglich.
Der Protestmarsch startet am 9. Mai um 11:00 Uhr an der Herz-Jesu-Kirche und führt durch die Innenstadt. Begleitet wird er von Musik, Redebeiträgen und kreativen Aktionen.
Der Protestmarsch wird durch die Aktion Mensch gefördert und von einer Arbeitsgruppe getragen, in der Betroffene, soziale Träger sowie Unterstützer*innen aus dem Stadt- und Kreisgebiet Paderborn zusammenarbeiten.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Deine Erfahrungen. Deine Forderungen. Unser Protest.
Deine Stimme zählt.





Bereits am 25. Juni 2024 verstarb im Alter von 90 Jahren unser SPI Mitglied Volker Zumpe. Er war eine prägende Persönlichkeit und viele Jahre Vorstandsmitglied und -vorsitzender des Vereins Sozialpsychiatrische Initiative e. V. Deshalb möchten wir ihn auf diesem Wege besonders würdigen.
Volker Zumpe war bis zu seinem Ruhestand als leitender Dipl. Psychologe in der LWL-Klinik Paderborn tätig. Während dieser Zeit wurde er Mitglied beim SPI Paderborn e. V., damals noch Sozialpsychiatrische Initiative Paderborn e. V.
Sein berufliches Handeln war besonders geprägt von seinem humanistischen Menschenbild und seinem sozialpsychiatrischen Denken. Volker Zumpe zählte zu den Wegbereitern der gemeindepsychiatrischen Entwicklung in Deutschland. Freigestellt von seiner damaligen beruflichen Tätigkeit als Diplom Psychologe im Landeskrankenhaus Gütersloh, nahm er Anfang der 70er Jahre als maßgeblicher Mitarbeiter der Psychiatrie-Enquete die Tätigkeit als Geschäftsführer der Enquete-Kommission in Bonn auf, um die gewaltigen Aufgaben der Reformpsychiatrie zu steuern und zu gestalten. In dieser Funktion trug er entscheidend dazu bei, die damals oft menschenunwürdigen Zustände in psychiatrischen Anstalten zu erfassen und aufzuarbeiten. Aus dem „Enquete-Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland“ folgten die Forderungen, das System der psychiatrischen Versorgung nachhaltig in das bestehende System der Gesundheitsfürsorge zu integrieren und damit Menschen mit somatischen und psychischen Erkrankungen gleichzustellen. Der Kerngedanke der Sozialpsychiatrie war dabei, psychisch kranke Menschen und Menschen mit psychischen Behinderungen am sozialen Leben teilhaben zu lassen bzw. sie in den Alltag zurückzuholen. Hierbei hatte Volker Zumpe maßgeblichen Anteil.
Später engagierte Volker Zumpe sich zusammen mit dem bekannten Sozialpsychiater Alexander Veltin langjährig im Reha Verein (Verein für die Rehabilitation psychisch Kranker) in Mönchengladbach, einem Pionierprojekt für die soziale Wiedereingliederung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Bereits im Jahr 1971 publizierte er mit Helmut Krüger und Alexander Veltin das Buch „Gruppenarbeit in der Psychiatrie“, das sich mit dem Modell der „Therapeutischen Gemeinschaft“ befasst. Die Botschaft darin ist: Patient*innen sind nicht nur passiv Behandelte, sondern aktiv am Klinikalltag und an den Entscheidungsprozessen bei ihrer Behandlung beteiligt. Weitere Inhalte des Buches sind auch eine offene, partnerschaftliche Kommunikation zwischen Patient*innen und Behandler*innen sowie „Gruppenarbeit als Feld für soziales Lernen“. Das Buch gilt als wichtiges Zeitzeugnis der Psychiatrie-Enquete-Ära.
Geprägt war Volker Zumpe auch von der Psychopathologie und Existenzphilosophie des Philosophen Karl Jaspers, auf der er seine sozialpsychiatrische Haltung aufbaute und weiterentwickelte. Für eine große Kunstausstellung am 9. Juni 1990 von Bildern psychisch Kranker in der Volksbank Paderborn hatte er zur Vernissage der Kunstausstellung „Projektionen – Impressionen“ im Rahmen der „Tage der Psychiatrie“ Texte von Karl Jaspers zusammengestellt, die von Schauspielern der Paderborner Kammerspiele vorgetragen wurden. Für die Besucher war dies eine ungewöhnliche und beeindruckende Performance.
Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht länger zu isolieren, sondern sie zu befähigen, wieder am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft (Soziale Teilhabe) teilzunehmen, war auch die Grundlage für die Gründung des Vereins „Sozialpsychiatrische Initiative Paderborn e. V.“ (heute SPI Paderborn e. V.) im Jahre 1981.
Mit seinem beruflichen Wechsel nach Paderborn interessierte Volker Zumpe sich gleich für unsere Organisation, die immer eng mit der LWL-Klinik Paderborn zusammenarbeitete. Vor dem Hintergrund seines sozialpsychiatrischen Verständnisses war es für ihn logisch und konsequent, Mitglied des SPI Paderborn e. V. zu werden, zumal der seelisch bedürftige Mensch immer Mittelpunkt seines beruflichen Denkens und Handelns war.
Wegen seines umfangreichen fachlichen und humanistischen Wissens, seiner Menschenkenntnis, seines kritischen Hinterfragens fachlicher und politischer Zusammenhänge, aber auch wegen seiner Besonnenheit, Sensibilität und Empathie wurde Volker Zumpe von allen Mitgliedern und Mitarbeiter*innen des SPI Paderborn e.V. überaus geschätzt und verehrt. Er setzte während seiner aktiven Zeit im Vorstand des SPI bahnbrechende Impulse für die Weiterentwicklung der Organisation und blieb auch über die Zeit seiner Vorstandstätigkeit ein gefragter Ansprechpartner für schwierige und kritische Themen bei der Weiterentwicklung des SPI Paderborn e. V.
Nach seinem Umzug nach Weingarten blieb Volker Zumpe bis zu seinem Tod dem SPI Paderborn e. V. eng verbunden.
Volker Zumpe wird immer mit der Geschichte des SPI Paderborn e. V. tief verwurzelt bleiben.
Johannes Tack Sylvia Polte, Horst Goldscheck
Aufsichtsrat SPI Paderborn e.V. Vorstand SPI Paderborn e.V.

Am vergangenen Donnerstag fand die offizielle Übergabe der Geschenke im Rahmen unserer diesjährigen Wunschbaumaktion statt. Insgesamt konnten dabei über 20 Kinder aus der ambulanten Jugendhilfe sowie dem ambulant betreuten Wohnen beschenkt werden. Besonders schön war, dass 14 Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und/oder Großeltern persönlich anwesend sein konnten.
In einer warmen und festlichen Atmosphäre – begleitet von Keksen, Süßigkeiten und Getränken für alle – entstand ein gemütlicher Rahmen, der Raum für Begegnungen und Gespräche bot. Die Aktion wurde gemeinsam von den Ambulanten Hilfen und dem Amtsgericht Paderborn organisiert, während Frau Lühring gemeinsam mit ihren Auszubildenden des Amtsgerichts Paderborn vor Ort für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Sie unterstützten tatkräftig beim Schmücken, bei der Ausgabe der Geschenke und bei allen weiteren organisatorischen Aufgaben.
Auch Herr Kemper, Geschäftsleiter des Amtsgerichts, nahm an der Veranstaltung teil. In einem kurzen Grußwort wandte er sich an die Anwesenden und nahm sich darüber hinaus viel Zeit für die Kinder, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die Geschenke zu entdecken.
Die Wunschbaumaktion war erneut ein voller Erfolg und bereitete insbesondere den Kindern einen sehr schönen und besonderen Nachmittag. Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen wurden bereits erste Gespräche zur Planung der Aktion im kommenden Jahr geführt.






Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Abschluss unserer beiden dualen Studentinnen, Lena Wortmeier und Paulin Sack, im Fachbereich Soziale Arbeit und gratulieren beiden ganz herzlich zu ihrem Abschluss!
Während ihres Studiums haben beide in die verschiedenen Arbeitsbereiche und Handlungsfelder des SPI kennengelernt, engagiert mitgearbeitet und wertvolle praktische Erfahrungen in der sozialpsychiatrischen Versorgung und pädagogischen Arbeit gesammelt. Ihr Fazit:
„Durch das duale Studium konnten wir vielfältige Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen des SPIs und der sozialpsychiatrischen Versorgung sammeln. Wir sind dankbar für die prägende und lehrreiche Zeit und freuen uns, nun in der ambulanten bzw. stationären Jugendhilfe unser Fachwissen einzubringen und unseren beruflichen Weg fortzusetzen.“
Der SPI blickt auf eine tolle gemeinsame Zeit zurück und ist stolz auf die herausragende Arbeit, die beide während ihres Studiums geleistet haben. Besonders freut uns, dass beide dem SPI auch nach ihrem Abschluss erhalten bleiben und nun ihre berufliche Laufbahn in der ambulanten bzw. stationären Jugendhilfe fortsetzen.
Unser System für das duale Studium hat sich dabei erneut bewährt: Die Student*innen wechseln jedes Semester die Abteilung, um möglichst vielfältige Einblicke in die Arbeit des SPI zu erhalten. Uns ist bewusst, dass dieser ständige Wechsel anspruchsvoll ist – umso schöner ist das positive Feedback, das wir hierzu immer wieder bekommen. Die umfassende Praxiserfahrung wird als großer Mehrwert erlebt und stärkt die persönliche wie fachliche Entwicklung.
Die Ausbildung eigener Fachkräfte ist für uns ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Personalentwicklung und sichert langfristig die Qualität unserer Arbeit.
Ein herzlicher Dank geht an unsere Hochschulpartner, die IU Bielefeld sowie die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Paderborn, für die gute und verlässliche Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns bei unseren Absolventinnen für die schöne gemeinsame Zeit, wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft – und freuen uns, dass sie weiterhin Teil des SPI-Teams bleiben!
