
Der Sommer bietet die perfekte Gelegenheit, dem Alltag für eine Weile zu entfliehen, neue Eindrücke zu sammeln und gemeinsam schöne Erinnerungen zu schaffen. Für unsere Wohngruppen B.I.G. UnIT und B.I.G Ben waren die vergangenen Sommerwochen deshalb geprägt von Erholung, Gemeinschaft und vielen besonderen Erlebnissen.
Für die Bewohner*innen von B.I.G. UnIT ging es gemeinsam mit vier Mitarbeiter*innen nach Lütow auf die Insel Usedom. Eine Woche lang war ein historischer Gutshof das Zuhause auf Zeit und bot den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge und Aktivitäten.
Auf dem Programm standen unter anderem das Ozeaneum in Stralsund, ein Besuch im Schmetterlingspark, eine Fahrt mit dem Riesenrad und ein Ausflug in den Kletterpark. Da die Interessen der Jugendlichen ganz unterschiedlich waren, konnten viele Unternehmungen in kleineren Gruppen gestaltet werden. So war für jede*n etwas Passendes dabei.
Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Strandtag bei hochsommerlichen Temperaturen. Bei Sonne, Meer und guter Laune konnten die Jugendlichen den Alltag hinter sich lassen und die gemeinsame Zeit genießen. Auch wenn die An- und Abreise durch einige Staus länger ausfiel als geplant, tat das der Stimmung keinen Abbruch.
Etwas ruhiger, aber nicht weniger erlebnisreich verlief die Ferienfreizeit von B.I.G Ben. Die Gruppe verbrachte fünf Tage auf der niederländischen Insel Ameland und nutzte die Zeit vor allem zum Durchatmen, Entspannen und Krafttanken.
Ohne den üblichen Termindruck des Alltags blieb Raum für Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und das bewusste Genießen der Umgebung. Die Tage am Meer stärkten nicht nur die Erholung, sondern auch das Miteinander innerhalb der Gruppe. Viele Bewohner*innen nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen weiter zu vertiefen.
Zum Abschluss der Sommerzeit wurde bei B.I.G Ben noch einmal gemeinsam gefeiert. Zu einer kleinen Sommerabschlussfeier waren auch die Mitarbeiter*innen eingeladen. Besonders wertvoll waren dabei die Begegnungen mit den Kolleg*innen aus den Nachtbereitschaften, die im Alltag oft nur selten stattfinden.
Ein Kennenlern-Bingo sorgte für viele Gespräche, überraschende Entdeckungen und die eine oder andere Gemeinsamkeit, die bislang noch niemand kannte. Die lockere Atmosphäre machte den Nachmittag zu einem gelungenen Ausklang eines ereignisreichen Sommers.
Ferienfreizeiten sind für unsere Bewohner*innen weit mehr als eine Reise oder ein Ausflug. Sie schaffen Freiräume für neue Erfahrungen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und ermöglichen Erlebnisse, die im Alltag oft zu kurz kommen. Gleichzeitig bieten sie die Chance, neue Seiten an sich selbst und anderen zu entdecken.













Am 16. September 2026 nahm der SPI am diesjährigen Fachtag der Bundesarbeitsgemeinschaft RPK (BAG RPK) in Münster teil. Unter dem Motto „Transformation RPK: Notwendiges gemeinsam gestalten“ standen aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen und die Weiterentwicklung der Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen im Mittelpunkt.
Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Mennemann von der Fachhochschule Münster. Unter der Überschrift „Care Management als notwendige Antwort auf Individualisierung und Komplexität“ beleuchtete er das Spannungsfeld zwischen einer konsequenten Bedarfsorientierung der Leistungsberechtigten und den bestehenden strukturellen Rahmenbedingungen. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie personenzentriertes Handeln auch unter zunehmend komplexen Voraussetzungen gelingen kann. Darüber hinaus stellte er wichtige Grundlagen und Erfolgsfaktoren für den Aufbau tragfähiger Netzwerke vor.
In den anschließenden Workshops wurden die Anforderungen an RPK-Einrichtungen aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit und der Krankenkassen intensiv diskutiert. Im Mittelpunkt standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Rehabilitation sowie die Frage, wie auch unter zunehmend begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen qualitativ hochwertige und individuelle Unterstützungsangebote sichergestellt werden können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteur*innen ist, um tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.
Ein weiterer Höhepunkt des Fachtags war der Vortrag von Herrn Gödecker-Geenen, Geschäftsführer der Westfälischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und langjähriger Leiter des Fachbereichs Forschung und Weiterentwicklung der Rehabilitation bei der DRV Westfalen. Unter dem Titel „RPK: Gestern – Heute – Morgen“ zog er zum Abschluss seiner fast zehnjährigen Tätigkeit im RPK-Bereich Bilanz und gab zugleich wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung der Einrichtungen.
Der Fachtag klang mit einer gemeinsamen Stadtführung durch Münster sowie einem anschließenden Abendessen aus und bot den Teilnehmer*innen zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen und persönlichen Austausch.
Am darauffolgenden Tag fand die Mitgliederversammlung der BAG RPK statt. Im Mittelpunkt standen die Neuwahlen des Vorstandes und des Arbeitsausschusses.
Besonders erfreulich aus Sicht des SPI: Ulrich Saur wurde als langjähriges Mitglied erneut in den Arbeitsausschuss gewählt. Die Wiederwahl unterstreicht die aktive Rolle der RPK Paderborn in den bundesweiten fachlichen Entwicklungen der Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen.
Das Arbeitstrainingszentrum (ATZ) des SPI Paderborn e. V. begleitet Jugendliche mit besonderem Förderbedarf auf ihrem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt

Für 15 junge Frauen und Männer hat am 31.08.2026 im Arbeitstrainingszentrum (ATZ) des SPI Paderborn e. V. ein bedeutsamer neuer Lebensabschnitt begonnen. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit ist eine neue Maßnahme der kooperativen Reha-Ausbildung („Reha Koop“) gestartet. Sie bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit psychischen Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten oder Förderbedarf eine maßgeschneiderte Chance, eine vollwertige Berufsausbildung zu absolvieren und nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Gezielte Unterstützung für individuelle Wege
Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt viele junge Menschen vor große Herausforderungen. Für Jugendliche mit gesundheitlichen oder psychischen Belastungen sind diese Hürden oft besonders hoch. Das kooperative Modell der Reha-Ausbildung setzt genau hier an: Die fachpraktische Ausbildung findet in regionalen Partnerbetrieben im Hochstift statt, während das ATZ die fachtheoretische Qualifizierung, den Stütz- und Förderunterricht sowie die kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung sicherstellt.
„Mit dem heutigen Start der Reha-Koop eröffnen wir 15 jungen Menschen eine echte Perspektive für ihr beginnendes Berufsleben. Unsere Aufgabe ist es, einen geschützten und gleichzeitig realitätsnahen Rahmen zu schaffen, in dem individuelle Stärken entfaltet und Hürden Schritt für Schritt abgebaut werden. Wir glauben an das Potenzial jedes Einzelnen und begleiten sie mit Herz und Fachkompetenz auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft“, so Bartholomäus Rymek (Leitung Arbeitstrainingszentrum (ATZ), SPI Paderborn e. V.).
Hand in Hand: Förderunterricht und Bildungsbegleitung
Um den Anforderungen der Berufsschule gewachsen zu sein und fachliche Wissenslücken gezielt zu schließen, erhalten die Auszubildenden engmaschigen Stütz- und Förderunterricht. Dieser wird individuell an den jeweiligen Ausbildungsberuf und den aktuellen Lehrstoff angepasst.
„Erfolg beim Lernen entsteht dann, wenn Druck durch Motivation und individuelle Förderung ersetzt wird. Im Stützunterricht arbeiten wir gezielt an den fachlichen Grundlagen und bereiten die Auszubildenden optimal auf die Berufsschule und Prüfungen vor. Jeder Lernerfolg stärkt das Selbstvertrauen ungemein“ Axel Neumann (Förderlehrer im ATZ).
Neben dem Unterricht spielt die ganzheitliche Begleitung im Alltag eine entscheidende Rolle. Bildungsbegleiter*innen unterstützen die Jugendlichen bei der Orientierung im Betrieb, bei organisatorischen Fragen sowie bei persönlichen Herausforderungen und Krisen.
„Wir lassen die Auszubildenden und die Kooperationsbetriebe auf diesem Weg nicht allein. Als Bildungsbegleitung bilden wir die Brücke zwischen ATZ, Betrieb, Berufsschule und den jungen Menschen selbst. Eine vertrauensvolle Bindung und die enge Abstimmung aller Beteiligten sind der Schlüssel, um Ausbildungsabbrüche gar nicht erst entstehen zu lassen“ Bettina Schlesinger (Bildungsbegleiterin im ATZ).
Starkes Netz mit der regionalen Wirtschaft
Ein zentraler Baustein des Modells ist die enge Vernetzung mit Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben im Kreis Paderborn. Das ATZ berät und entlastet die Betriebe bei der Gestaltung des Ausbildungsalltags und bei formalen Fragen. Ziel ist es, dass die Teilnehmer*innen im Laufe der Ausbildung schrittweise so gut stabilisiert und qualifiziert werden, dass sie direkt in ein reguläres betriebliches Ausbildungsverhältnis oder eine Beschäftigung übernommen werden können.

Einen abwechslungsreichen Tag in der Natur erlebten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus unserer Ambulanten Jugendhilfe sowie aus unserer Wohngruppe in Oerlinghausen bei einem gemeinsamen waldpädagogischen Angebot.
Nach einer kleinen Wanderung durch den Wald ging es auf Entdeckungstour zum sogenannten „Kleinen Amazonas“, einem besonderen Naturerlebnis mitten in der heimischen Waldlandschaft. Dabei konnten die Teilnehmenden die Natur aus einer neuen Perspektive erleben und gemeinsam spannende Eindrücke sammeln.
Zum Abschluss des Tages wurde auf dem Gelände in Oerlinghausen gemeinsam gegrillt. In entspannter Atmosphäre blieb viel Zeit für Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Lachen.
Die gelungene Mischung aus Bewegung, Naturerfahrung und Gemeinschaft machte den Tag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis und zeigte einmal mehr, wie wertvoll gemeinsame Aktivitäten für das Miteinander sind.




Am 8. Juli 2026 kamen rund 170 Fachkräfte, Wegbegleiter*innen und Interessent*innen in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn (katho) zusammen, um gemeinsam über die Zukunft der sozialpsychiatrischen Versorgung zu diskutieren. Der Fachtag „Sozialpsyatrie – Quo Vadis?“ wurde vom SPI Paderborn e. V. gemeinsam mit der katho Paderborn veranstaltet und stand zugleich im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 45 Jahre SPI Paderborn e. V.
Neben dem Blick auf die zukünftige Entwicklung der Sozialpsychiatrie bot die Veranstaltung auch einen feierlichen Rahmen, um das langjährige Engagement von Johannes Tack zu würdigen, der nach langjähriger Lehrtätigkeit an der katho verabschiedet wurde.
Eröffnet wurde der Fachtag durch Prof. Dr. Patrick Isele, Dekan der katho Paderborn, sowie Sylvia Polte und Horst Goldscheck vom Vorstand des SPI Paderborn e. V.
In ihren Grußworten betonten Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn, Sandra Jürgenhake, Sozialdezernentin der Stadt Paderborn, und Christian Woltering, Vorstand des Paritätischen NRW, die große Bedeutung einer starken sozialpsychiatrischen Versorgung. Dabei wurde deutlich, dass Themen wie Teilhabe, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung auch zukünftig zentrale Herausforderungen darstellen werden.
Im fachlichen Teil der Veranstaltung widmeten sich die Referent*innen den aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Sozialpsychiatrie.
Johannes Tack sprach über innovative Ansätze für eine zukunftsorientierte Sozialpsychiatrie und betonte die Bedeutung sozialer Innovationen und Teilhabe für die Weiterentwicklung des Hilfesystems. Er skizzierte außerdem den Weg, den der SPI Paderborn e. V., den er vor 45 Jahren mitgründete, in der sozialpsychiatrischen Versorgung in Paderborn und Umgebung beschritten hat.
Prof. Dr. Dr. Martin Hörning erläuterte die wissenschaftlichen Grundlagen sozialpsychiatrischer Arbeit und deren Bedeutung für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.
Abschließend würdigte er Johannes Tack und dessen langjähriges Engagement als Lehrbeauftragter an der katho. Dabei hob er hervor, dass Johannes Tack als Vorbild für die Verknüpfung von Theorie und Praxis dient und betonte sein außergewöhnliches Wirken als Vermittler zwischen der katho, dem SPI und somit zwischen Theorie und Praxis.
Im Anschluss richtete Prof.in Dr.in Sabine Engel den Blick auf die interdisziplinäre Gestaltung sozialpsychiatrischer Versorgung und die daraus resultierenden Anforderungen an Professionalität, Professionsverständnis und Hochschulausbildung in der Sozialen Arbeit.
Neben den Vorträgen boten sechs Workshops mit insgesamt 14 Workshopleitungen aus den Reihen des SPI und der katho die Möglichkeit für vertiefende Diskussionen und den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die Teilnehmer*innen erörterten die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Sozialpsychiatrie und Sozialen Arbeit und entwickelten gemeinsam Ideen für eine moderne, humane und bedarfsgerechte Versorgung.
Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit zwischen dem SPI und der katho ist. Die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen bildet seit vielen Jahren eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Angebote in der Region.
Horst Goldscheck, Vorstand des SPI, zog ein positives Fazit:
„Der Tag war eine gute Mischung aus Fachvorträgen, aus Netzwerken und fachlichen Austausch.“
Auch Sylvia Polte, Vorständin des SPI, hob die Bedeutung der langjährigen Kooperation hervor:
„Es war ein toller Fachtag und wir merken immer wieder, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen dem SPI und der katho ist. Wir merken an vielen Stellen, wie wichtig die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse für unsere alltägliche Arbeit sind und wie interessant die Praxiserfahrungen, zum Beispiel unserer dualen Student*innen, für die wissenschaftliche Forschung sind.“
Johannes Tack zeigte sich beeindruckt von der Veranstaltung:
„Ich bin tief beeindruckt, was der SPI und die katho mit dem Fachtag auf die Beine gestellt haben. Ich persönlich bin stolz auf den SPI und alle Kolleg*innen. Denn der SPI ist in der sozialpsychiatrischen Versorgung in Stadt und Kreis Paderborn und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken.“
Auch die Teilnehmer*innen zeigten sich begeistert von den fachlichen Impulsen und dem offenen Austausch. Eine Teilnehmerin brachte die Stimmung des Tages treffend auf den Punkt:
„Ein wunderbarer Tag zur Sozialpsychiatrie. Sie lebt, das finde ich total gut! Ich wünsche uns allen eine lebendige und tanzende Sozialpsyatrie.“
Für Prof. Dr. Patrick Isele stand vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen im Fokus:
„Der Fachtag war ein wunderbares Beispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis gut funktionieren kann.“
Mit zahlreichen Impulsen, engagierten Diskussionen und vielen persönlichen Begegnungen endete ein Fachtag, der nicht nur auf 45 Jahre sozialpsychiatrisches Engagement des SPI Paderborn e. V. zurückblickte, sondern vor allem den Blick nach vorne richtete.
Die zentrale Botschaft des Tages war eindeutig: Eine starke Sozialpsychiatrie braucht den kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und den Menschen, für die sie da ist. Gemeinsam können die Herausforderungen der Zukunft gestaltet und Teilhabe für alle Menschen nachhaltig gestärkt werden.






































Am 09. Juni 2026 haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Arbeit erreicht: An unserem Standort in der Ferdinandstraße 4 in Paderborn wurde uns offiziell der Förderbescheid für das Projekt „Zukunft gestalten – Energieeffiziente Sanierung der Tagesstätte des SPI Paderborn e. V.“ übergeben.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“ der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE/JTF-Programm NRW) und umfasst rund 552.000 Euro. Übergeben wurde der Förderbescheid durch Jens Kronsbein von der Bezirksregierung Detmold.
Sanierung für bessere Bedingungen und mehr Klimaschutz
Mit dem Projekt werden wir unsere Tagesstätte umfassend energetisch sanieren und auf einen modernen ökologischen Stand bringen. Ziel ist es, die Bedingungen für unsere Besucher*innen und Mitarbeiter*innen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Breite Unterstützung für das Projekt
Von Seiten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als Leistungsträger wird unser Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Regionalplaner Robert Messing betont:
„Als Leistungsträger ist es uns ein zentrales Anliegen, zukunftsfähige Strukturen zu fördern, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch bedarfsgerecht sind. Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Projekt ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Teilhabeangebote für Menschen geleistet werden kann.“
Auch Jens Kronsbein von der Berzirksregierung Detmold unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Projekts:
„Wer die soziale Infrastruktur fördert, investiert in den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Tagesstätte ist für viele Menschen ein wichtiger sozialer Anlaufpunkt. Die Sanierung senkt den Energieverbrauch, schont das Klima und stärkt zugleich einen wichtigen Ort der Unterstützung.“
Starke Stimmen aus unserem Vorstand
Für unsere geschäftsführende Vorständin Sylvia Polte steht die strategische Weiterentwicklung im Fokus:
„Die Förderung ermöglicht es uns, die bauliche Infrastruktur unserer Einrichtung grundlegend zu modernisieren und energetisch zukunftsfähig auszurichten. Damit verbessern wir nicht nur die Betriebseffizienz des Gebäudes, sondern schaffen langfristig stabile Rahmenbedingungen für unsere Arbeit. Dieses Projekt zeigt, wie ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe erfolgreich miteinander verbunden werden können.“
Unser geschäftsführender Vorstand Horst Goldscheck hebt die Bedeutung für die Menschen hervor:
„Für die Menschen, die unsere Tagesstätte besuchen, ist dieser Ort ein wichtiger Anker im Alltag. Mit der Sanierung investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern in bessere Lebensbedingungen, mehr Verlässlichkeit und neue Perspektiven. Gleichzeitig leisten wir unseren Beitrag zum Klimaschutz – das gehört für uns untrennbar zusammen.“
Beitrag zur Zukunftsfähigkeit
Mit der geplanten Sanierung verbinden wir ökologische Verantwortung mit unserem sozialpolitischen Auftrag. Das Projekt stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Einrichtung und schafft langfristig ein stabiles und unterstützendes Umfeld für unsere Teilnehmer*innen.

Nicht jeder junge Mensch findet nach einem belastenden Tag einen Ort, an dem er zur Ruhe kommen kann. Viele der Jugendlichen, die in unseren stationären Jugendhilfeeinrichtungen leben, sind mit psychischen Erkrankungen, traumatischen Erfahrungen oder starken emotionalen Belastungen konfrontiert. Depressionen, Ängste, innere Anspannung oder Überforderung prägen häufig ihren Alltag.
Gerade in solchen Situationen braucht es mehr als Gespräche und pädagogische Unterstützung. Es braucht einen geschützten Raum, der Sicherheit vermittelt, Reize reduziert und dabei hilft, wieder bei sich selbst anzukommen.
Mit deiner Unterstützung möchten wir in unseren drei Jugendhilfeeinrichtungen sogenannte Snoezelenräume einrichten. Dabei handelt es sich um speziell gestaltete Rückzugsorte, die durch sanfte Lichtquellen, beruhigende Klänge, weiche Materialien und multisensorische Elemente eine entspannende Atmosphäre schaffen.
Die Räume bieten Jugendlichen die Möglichkeit, Stress abzubauen, ihre Wahrnehmung bewusst zu lenken und emotionale Anspannung zu reduzieren. Sie ergänzen die pädagogische und therapeutische Arbeit vor Ort und können insbesondere in belastenden Situationen dazu beitragen, Krisen frühzeitig zu entschärfen.
Damit leisten die Räume einen wichtigen Beitrag zur emotionalen Stabilisierung und fördern langfristig die persönliche Entwicklung der jungen Menschen.
Jeder Beitrag – unabhängig von seiner Höhe – hilft dabei, jungen Menschen einen Ort zum Durchatmen zu schenken. Gemeinsam können wir Räume schaffen, die Sicherheit geben, Entlastung ermöglichen und neue Perspektiven eröffnen.
Unterstütz unser Projekt mit deiner Spende und hilf mit.

Am 9. Mai 2026 wurde die Innenstadt von Paderborn erneut zu einem starken Zeichen für Zusammenhalt, Teilhabe und gelebte Inklusion. Unter dem Motto „Teilhabe jetzt – einfach machen!“ versammelten sich mehr als 300 Menschen mit und ohne Behinderung, Angehörige, Unterstützer*innen sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft einzustehen. Bereits am Startpunkt an der Herz-Jesu-Kirche war die besondere Atmosphäre spürbar: laut, bunt, emotional und gleichzeitig voller Hoffnung. Der Protestmarsch machte deutlich, dass Inklusion keine Randforderung ist, sondern ein grundlegendes gesellschaftliches Anliegen.
Durch den gesamten Tag führte moderierend Annika Hogrebe von der Stiftung Bethel, die immer wieder den Gemeinschaftsgedanken in den Mittelpunkt stellte. Mit klaren Worten und viel Gefühl verband sie die einzelnen Programmpunkte miteinander und brachte die Stimmung des Tages auf den Punkt: „Dieser Tag zeigt, dass wir nur gemeinsam wirklich etwas verändern können.“ Immer wieder wurde deutlich: Es geht nicht nur um Forderungen, sondern um Menschen, Geschichten und das Recht, Teil eines Ganzen zu sein.
Auch Bartholomäus Rymek, Leitung ATZ des SPI Paderborn e.V. betonte in seinem Beitrag die Bedeutung des gemeinsamen Engagements und der vielen eingegangenen Wünsche und Forderungen. „Der Protest gehört den Menschen, die Veränderung wollen“, erklärte er und machte deutlich, wie wichtig es sei, die Stimmen der Betroffenen sichtbar und hörbar zu machen. Die hohe Beteiligung und die vielen eingereichten Anliegen zeigten eindrucksvoll, wie groß der Wunsch nach echter gesellschaftlicher Teilhabe in allen Lebensbereichen wie u.a. Wohnen, Arbeit, Mobilität und Freizeit weiterhin ist.
Besonders bewegend war der Beitrag von Eduard Edel, der offen über seine persönliche Situation sprach. Edel lebt selbst mit Multipler Sklerose und positionierte sich klar zum Thema Mobilität und Barrierefreiheit. Seine Worte sorgten für einen stillen, aber eindringlichen Moment: „Nur 3–5 Prozent der Menschen mit Behinderung werden mit einer Behinderung geboren – über 90 Prozent bekommen sie im Laufe ihres Lebens.“ Mit seinem persönlichen Blick machte er deutlich, dass Inklusion letztlich jede und jeden betreffen kann und gesellschaftliche Teilhabe daher kein Sonderthema sein darf.
Neben den politischen Botschaften prägten auch die musikalischen und kreativen Beiträge den Tag. Für emotionale und mitreißende Momente sorgten mehrere musikalische Acts, die den Protestmarsch begleiteten und die Vielfalt der Veranstaltung widerspiegelten. Den Auftakt machte Life mit einem energiegeladenen Auftritt, der sofort für Stimmung sorgte und viele Menschen mitriss. Im weiteren Verlauf begeisterte Matthias Lüke das Publikum mit seiner Musik und emotionalen Bühnenpräsenz. Den kraftvollen Abschluss bildeten schließlich Michael Hogrebe gemeinsam mit einem eindrucksvollen Rap-Beitrag von Fusy. Mit starken Texten, klaren Botschaften und viel Energie wurde der musikalische Schlusspunkt des Tages gesetzt – laut, emotional und voller Haltung.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt einer inklusiven Tanzgruppe, die mit ihrer Choreografie eindrucksvoll zeigte, wie selbstverständlich Vielfalt und Gemeinschaft zusammengehören. Am Rathaus wurden anschließend die gesammelten Forderungen öffentlich vorgetragen und symbolisch an die stellvertretende Bürgermeisterin übergeben. Über 300 Menschen erhoben dabei gemeinsam ihre Stimmen für mehr Barrierefreiheit, bessere Mobilität, echte Mitbestimmung und eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird.
Die Resonanz aus der Bürgerschaft war durchweg positiv. Viele Passantinnen und Passanten reagierten mit Zuspruch, Applaus und Interesse. Der Protestmarsch zeigte eindrucksvoll, wie viel Mut, Engagement und Zusammenhalt in der Region vorhanden sind. Am Ende blieb vor allem eine Botschaft: Wir wollen eine inklusive Gesellschaft sein – und Teil eines Ganzen. Denn Inklusion ist kein Trend, es ist ein Menschenrecht.

Vom 8. bis 10. Mai 2026 wurde der Graffitistern an den Paderwiesen in Paderborn im Rahmen des Inklusionswochenendes in Paderborn zu einem außergewöhnlichen Ort gelebter Inklusion, kreativer Teilhabe und gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Unter dem Motto „Sprüh vor Protest“ verwandelten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern den öffentlichen Raum in eine sichtbare Botschaft für Teilhabe, Respekt und Gleichberechtigung.
An drei intensiven Tagen entstanden drei großformatige Kunstwerke, die nicht nur den Graffitistern nachhaltig prägen, sondern auch zahlreiche Gespräche in der Öffentlichkeit ausgelöst haben. Viele Passantinnen und Passanten blieben stehen, stellten Fragen, fotografierten die Werke oder kamen mit den Beteiligten direkt ins Gespräch. Immer wieder war Staunen über die Offenheit, die Kreativität und die starken Botschaften der Aktion zu spüren.
Jan Bargfrede, 1. Vorsitzender Paderborner Kreaturen e.V. zeigte sich bewegt von der Resonanz und der Wirkung des Projekts:
„Viele Menschen sind stehen geblieben, haben gefragt, gestaunt und das Gespräch gesucht. Genau das wollten wir erreichen – Sichtbarkeit schaffen und Begegnung ermöglichen. Wir hoffen sehr, dass die drei neuen Kunstwerke am Graffitistern noch lange erhalten bleiben.“
Im Mittelpunkt der Aktion stand vor allem der gemeinsame kreative Prozess. Teilnehmende aus unterschiedlichen Programmen des Gesamtvereins SPI Paderborn e.V. konnten aktiv an den Workshops und der Gestaltung der Kunstwerke mitwirken. Für viele war es die erste Erfahrung mit Graffiti-Kunst und öffentlicher kreativer Arbeit.
Bartholomäus Rymek des SPI Paderborn e.V. betonte besonders die persönliche Entwicklung vieler Beteiligter während der Aktion:
„Die Teilnehmenden haben Neues gelernt, sich ausprobiert und ihrer eigenen Stimme ein Bild gegeben. Viele haben sich getraut, sichtbar zu werden und ihre Gedanken mitten in die Öffentlichkeit zu tragen.“
Gerade dieser Mut habe die Aktion so besonders gemacht. In vorbereitenden Workshops entstanden persönliche Entwürfe und Botschaften zu Themen wie Ausgrenzung, fehlender Barrierefreiheit, Diskriminierung und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit. Gemeinsam mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern wurden daraus sichtbare Werke im öffentlichen Raum.
Begleitet wurde das Projekt von regionalen Kunstschaffenden, die ihre Erfahrungen und Techniken einbrachten und gemeinsam mit den Teilnehmenden an den Graffiti-Arbeiten arbeiteten. Dabei entstand nicht nur Kunst, sondern auch Begegnung, Austausch und ein neues Selbstbewusstsein vieler Beteiligter.
Besonders der offene Mitmachworkshop zog zahlreiche Interessierte an. Besucherinnen und Besucher konnten selbst erste Graffiti-Techniken ausprobieren, Fragen stellen oder spontan kreativ mitwirken. Der Graffitistern wurde dadurch zeitweise zu einem offenen Begegnungsort, an dem Menschen unterschiedlichster Hintergründe miteinander ins Gespräch kamen.
Die drei neuen Kunstwerke stehen nun dauerhaft als sichtbares Zeichen für Inklusion und Teilhabe an den Paderwiesen. Sie erinnern daran, dass Menschen mit Behinderung nicht übersehen werden dürfen und dass gesellschaftliche Teilhabe aktiv gestaltet werden muss – sichtbar, mutig und mitten in der Stadt.
Die Aktion „Sprüh vor Protest“ wurde im Rahmen des bundesweiten Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt und durch Aktion Mensch gefördert. Organisiert wurde das Projekt vom Paderborner Kreaturen e.V. gemeinsam mit zahlreichen Unterstützenden aus der Region.

Bund, Länder und Kommunen diskutieren radikale Einschnitte bei sozialen Leistungen. Gespart werden soll ausgerechnet da, wo Unterstützung unverzichtbar ist: bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Behinderungen – bei Millionen Menschen und ihren Familien.

Seit Monaten tagt eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter*innen von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam darüber beraten, wie sich Sozialleistungen kürzen lassen. Nicht öffentlich, nicht transparent, nicht unter Beteiligung der Menschen, die davon betroffen wären. Der Paritätische Gesamtverband hat ein aus diesen Arbeitsgesprächen stammendes internes 108-seitiges Arbeitspapier veröffentlicht, in dem zum Teil drastische Einschnitte bei den Leistungen der Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe aufgelistet sind. Was darin steht, ist erschreckend.
In diesem Arbeitspapier sind mehr als 70 Kürzungsvorschläge aufgelistet, mit einem bezifferten Einsparvolumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Volumen dürfte noch erheblich höher liegen, denn knapp zwei Drittel der Vorschläge sind gar nicht mit Zahlen unterlegt. Es geht um den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Um die Schulbegleitung für Kinder mit Behinderungen. Um die Nachbetreuung junger Erwachsener, die gerade erst die Jugendhilfe verlassen haben und auf eigenen Beinen stehen lernen. Um das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen, also um die Frage, ob sie selbst bestimmen dürfen, wie und wo sie leben.
Das Papier trägt den harmlosen Titel „Effizienter Ressourceneinsatz“. Doch was es beschreibt, ist ein Kahlschlag. Wir als SPI Paderborn e. V. teilen den Widerspruch des Paritätischen gegen diese Sparvorschläge, denn sie sind ein Angriff auf Errungenschaften, für die Betroffene, Verbände, Leistungserbringer und Fachleute jahrzehntelang gekämpft haben. Individuelle Rechtsansprüche, das Wunsch- und Wahlrecht bei der Hilfeauswahl, der Anspruch auf bedarfsgerechte Schulbegleitung, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe: alles steht zur Disposition. Manche Vorschläge sind dabei nicht nur sozialpolitisch fragwürdig, sondern auch rechtlich problematisch. So widerspricht die Streichung des gesetzlichen Anspruchs auf Schulbegleitung der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat. Die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter ab 16 Jahren in Erwachsenenunterkünften mit reduzierten Standards widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention.
Es ist absolut nachvollziehbar, dass angesichts der desolaten Haushaltslage der Kommunen gespart werden muss und Bürokratie abgebaut werden soll. Ein derartiger Kahlschlag langjährig etablierter und notwendiger Leistungen führt jedoch nicht zur dauerhaften Entlastung der Kommunen, sondern lediglich zu einer Kostenverschiebung auf die Schultern der Steuerzahler in die Zukunft.
Weitere Informationen zu den umstrittenen Reformplänen mit Hilfestellung und Materialien zum Aktiv werden finden Sie unter: https://www.der-paritaetische.de/themen/bereichsuebergreifende-themen/sozialabbau-stoppen/