SPI Paderborn e. V. – Neujahrsempfang im neuen SPI Zentrum im Domico auf dem Gesundheitscampus des Brüderkrankenhauses in Paderborn

Foto (vlnr): Sylvia Polte (Vorstand SPI, Prof‘in Dr. Agnes Wuckelt (Aufsichtsratsvorsitzende, oben) René Madrid (unten), Johannes Tack (Vorstandvorsitzender SPI, oben)

„Neues Jahr, neues Glück –  Im neuen Jahr wird alles anders“. Mit diesen Worten leitete die Aufsichtsratsvorsitzende des SPI Paderborn e. V., Frau Prof‘in Dr. Agnes Wuckelt ihre Begrüßungsansprache beim Neujahrsempfang  des SPI Paderborn e. V.,  der in diesem Jahr erstmalig in den neuen Räumlichkeiten des SPI Zentrums im DomiCo auf dem Gesundheitscampus des Brüderkrankenhauses St. Josef in Paderborn veranstaltet wurde.

Sie konnte zahlreiche Mitarbeiter*innen, Mitglieder und Gäste, unter ihnen den Hausoberen des Brüderkrankenhauses, Herrn Robrecht, den Verwaltungsdirektor, Herrn Illigens und den Investor des SPI Zentrums und Geschäftsführer des DomiCo, Herrn Brechmann, begrüßen.

Das zentrale Thema ihrer Begrüßungsansprache war „Veränderungen“. Dabei ging sie auf die vielen Veränderungen des SPI im vergangen Jahr ein, „Veränderungen, die ihre Ursachen in der kleinen und großen Politik in unserem Lande haben, und letztlich Reaktion auf Vorgaben von außen darstellen – wie Gesetzesänderungen oder gesundheitspolitische Entwicklungen.“ 

Diese Veränderungen finden sich auch im neuen Namen des SPI Paderborn wieder, SPI Paderborn e.V. –  sozial. partizipativ. innovativ.

Sie zeigen sich auch in den neuen selbstgesetzten hohen Standards der neuen Räumlichkeiten und in der neuen Selbstpräsentation des SPI Paderborn e. V. Sie beschloss ihren kurzen Vortrag in Anlehnung an die Gedanken des Astronauten Alexander Gerst, die er aus dem All an seine noch nicht geborenen Enkelkinder geschrieben hat mit dem Ausblick, „dass man für Dinge, die es wert sind, auch mal ein Risiko eingehen muss und dass ein Tag, an dem man was Neues entdeckt hat, über seinen Horizont geschaut hat, ein guter Tag ist.“

Den Begriff der Veränderung nahm Vorstandsmitglied Sylvia Polte auf. Sie berichtete über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 trotz der finanziellen Mehraufwendungen, die im Rahmen der Umstrukturierungen nicht nur am neuen Standort am Lindenweg 5, sondern auch in anderen Bereichen des SPI vorgenommen wurden.

Frau Polte berichtete über die Erweiterung der Jugendhilfeeinrichtung am Standort Friedrichsgrund. Hier wurde der anliegende Bauernhof für eine Kleinst-Wohngruppe neu hergerichtet.  Die Betriebserlaubnis wurde hierfür durch das Landesjugendamt erteilt. Sie würdigte die Arbeit aller Abteilungen. „Durch das hohe Engagement aller Mitarbeiter*innen, ist nicht zuletzt dieser Erfolg zu verzeichnen“ so Frau Polte. Sie führte darüber hinaus weiter aus: „Es  freut uns besonders, dass auch wieder im Jahr 2019 zwei Förderanträge positiv beschieden wurden“. So wurde durch die Stiftung Wohnhilfe ein Zuschuss für den Kauf einer Lehrküche im neuen SPI Zentrum sowie ein Zuschuss für den Kauf des Bauernhofes in Friedrichsgrund bewilligt.

Frau Polte ging noch einmal auf die bereits von Frau Prof‘in Wuckelt erwähnten Jubiläen ein:

35 Jahre Betreutes Wohnen, 25 Jahre Tagesstätte und 10 Jahre Ergotherapeutische Praxis. Aus diesem Anlass wird es nachträglich im Jahr 2020 eine Festveranstaltung geben. Die intensiven Bau- und Umzugsmaßnahmen und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen haben es leider im vergangenen Jahr einfach nicht zugelassen. 

„Im alten wie im neuen Jahr sind wir gefordert, uns den sozial- und gesundheitspolitischen Veränderungen zu stellen und uns den Bedarfen anzupassen“, so Frau Polte. „Wichtig ist vor allem, die Synergien zu nutzen, die uns mit dem Umzug in unser SPI Zentrum gegeben werden“. So beendete Frau Polte ihren Beitrag und blickte zuversichtlich in das Jahr 2020.

Die Abteilungsleiter*innen erhielten das Wort und berichteten über die aktuelle Situation in ihren Abteilungen. Im Rahmen des Neujahrsempfanges wurden die Mitarbeiter*innen vorgestellt, welche im Jahr 2019 ihre Tätigkeit im Verein aufgenommen haben. Ebenfalls wurden, wie es die SPI-Tradition vorsieht, alle Jubilare in diesem festlichen Rahmen gewürdigt. 

Johannes Tack, Vorstandsvorsitzender, ging im letzten Redebeitrag auf die über vier Jahrzehnte gewachsene Kultur des SPI ein, der sich inzwischen zu einem stabilen und erfolgreichen therapeutischen und pädagogischen Komplexleistungsanbieter entwickelt hat. Der SPI Paderborn e. V. repräsentiert mit seinen Leistungsangeboten die drei Säulen Rehabilitation, Teilhabe (soziale Teilhabe und Teilhabe am Arbeitsleben) wie auch  die ambulante und stationäre Jugendhilfe im Versorgungsnetzwerk in Kreis und Stadt Paderborn und in den benachbarten Kreisen. „Das sind die drei Bereiche, auf die wir in unseren Planungen zukünftig weiter setzen werden“, so Johannes Tack. Er ging weiterhin auf neue Pläne und Projekte ein, die unter dem Dach des SPI entwickelt und umgesetzt werden sollen wie die Entwicklung von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen und eine Rehabilitationsklinik für Kinder- und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen. Johannes Tack erwähnte abschließend, dass er in diesem Jahr seine Nachfolger*in einarbeiten möchte, um zum Ende des Jahres dann nach 39 Jahren im Dienste des SPI  seine Vorstandsaufgaben übergeben zu können. Er bedankte sich bei all den vielen Weggefährt*innen, die ihn in den vielen vergangenen Jahren unterstützt haben.

Frau Prof‘in Dr. Agnes Wuckelt, Sylvia Polte und Johannes Tack bedankten sich bei allen Mitarbeiter*innen und Förderern des Vereins und für das große Engagement. Sie luden alle Anwesenden zu einem anschließenden Umtrunk und Imbiss ein.

Musikalisch setzte der mittelamerikanische Musiker René Madrid mit seinem Akkordeon temperamentvolle Impulse zwischen den Wortbeiträgen  und schaffte so eine besondere Atmosphäre, die er mit einem Tango des Bandoneon-Spielers und Komponisten Astor Piazzolla beschloss.