Inhalt
Pädagogische Fachkräfte begegnen im Berufsalltag immer wieder Situationen, in denen verbale Aggressionen, Grenzüberschreitungen oder körperliche Übergriffe entstehen können. Ziel professionellen Handelns ist es, solche Situationen möglichst frühzeitig wahrzunehmen, Eskalationen zu vermeiden und gleichzeitig die eigene Sicherheit sowie die der betreuten Menschen zu gewährleisten.
Diese praxisorientierte Fortbildung baut auf den Grundsätzen professioneller Prävention und Deeskalation auf und ergänzt diese um konkrete Strategien des Selbstschutzes. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der körperliche Einsatz, sondern die Fähigkeit, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, souverän zu handeln und – wenn erforderlich – sich selbst wirksam zu schützen.
Die Teilnehmenden setzen sich mit der Wirkung von Körpersprache, Mimik, Gestik und Kommunikation auseinander und lernen, wie durch eine klare Haltung, angemessene Nähe-Distanz-Regulation und professionelle Selbstbehauptung Eskalationen häufig bereits im Vorfeld verhindert werden können.
Ergänzend vermittelt die Fortbildung leicht erlernbare und praxiserprobte Selbstverteidigungstechniken, die speziell für berufliche Gefahrensituationen geeignet sind. Die Übungen sind unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlicher Konstitution anwendbar und darauf ausgerichtet, sich aus kritischen Situationen zu lösen und die eigene Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Praxisnahe Übungen bilden den Schwerpunkt der Fortbildung. In realitätsnahen Szenarien trainieren die Teilnehmenden unter anderem:
Die Fortbildung verfolgt das Ziel, Verunsicherungen abzubauen und die Handlungssicherheit pädagogischer Fachkräfte nachhaltig zu stärken. Sie unterstützt die Teilnehmenden dabei, Ängste und Bedrohungsgefühle zu reduzieren und auch in belastenden Situationen professionell, souverän und handlungsfähig zu bleiben.
Als praxisorientierte Ergänzung zum Deeskalationstraining des SPI erweitert die Fortbildung die Kompetenzen der Mitarbeitenden insbesondere um die praktische Ebene des professionellen Selbstschutzes und trägt damit zur Umsetzung des organisationsweiten Gewaltschutzkonzeptes bei.
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte sowie Mitarbeitende im psychosozialen Arbeitsfeld, die in ihrem beruflichen Alltag mit herausfordernden, konfliktbelasteten oder potenziell eskalierenden Situationen konfrontiert sein können.
Angesprochen sind insbesondere:
Die Fortbildung eignet sich sowohl für Berufseinsteiger*innen als auch für erfahrene Fachkräfte, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen erweitern möchten.
Termine
04.05.2027 9:00 bis 12:00 Uhr
Trainer
André Dawson, Trainer für Prävention, Deeskalation, Selbstschutz und -verteidigung sowie Bedrohungsmanagement
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