
Am 8. Juli 2026 kamen rund 170 Fachkräfte, Wegbegleiter*innen und Interessent*innen in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn (katho) zusammen, um gemeinsam über die Zukunft der sozialpsychiatrischen Versorgung zu diskutieren. Der Fachtag „Sozialpsyatrie – Quo Vadis?“ wurde vom SPI Paderborn e. V. gemeinsam mit der katho Paderborn veranstaltet und stand zugleich im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 45 Jahre SPI Paderborn e. V.
Neben dem Blick auf die zukünftige Entwicklung der Sozialpsychiatrie bot die Veranstaltung auch einen feierlichen Rahmen, um das langjährige Engagement von Johannes Tack zu würdigen, der nach langjähriger Lehrtätigkeit an der katho verabschiedet wurde.
Eröffnet wurde der Fachtag durch Prof. Dr. Patrick Isele, Dekan der katho Paderborn, sowie Sylvia Polte und Horst Goldscheck vom Vorstand des SPI Paderborn e. V.
In ihren Grußworten betonten Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn, Sandra Jürgenhake, Sozialdezernentin der Stadt Paderborn, und Christian Woltering, Vorstand des Paritätischen NRW, die große Bedeutung einer starken sozialpsychiatrischen Versorgung. Dabei wurde deutlich, dass Themen wie Teilhabe, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung auch zukünftig zentrale Herausforderungen darstellen werden.
Im fachlichen Teil der Veranstaltung widmeten sich die Referent*innen den aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Sozialpsychiatrie.
Johannes Tack sprach über innovative Ansätze für eine zukunftsorientierte Sozialpsychiatrie und betonte die Bedeutung sozialer Innovationen und Teilhabe für die Weiterentwicklung des Hilfesystems. Er skizzierte außerdem den Weg, den der SPI Paderborn e. V., den er vor 45 Jahren mitgründete, in der sozialpsychiatrischen Versorgung in Paderborn und Umgebung beschritten hat.
Prof. Dr. Dr. Martin Hörning erläuterte die wissenschaftlichen Grundlagen sozialpsychiatrischer Arbeit und deren Bedeutung für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.
Abschließend würdigte er Johannes Tack und dessen langjähriges Engagement als Lehrbeauftragter an der katho. Dabei hob er hervor, dass Johannes Tack als Vorbild für die Verknüpfung von Theorie und Praxis dient und betonte sein außergewöhnliches Wirken als Vermittler zwischen der katho, dem SPI und somit zwischen Theorie und Praxis.
Im Anschluss richtete Prof.in Dr.in Sabine Engel den Blick auf die interdisziplinäre Gestaltung sozialpsychiatrischer Versorgung und die daraus resultierenden Anforderungen an Professionalität, Professionsverständnis und Hochschulausbildung in der Sozialen Arbeit.
Neben den Vorträgen boten sechs Workshops mit insgesamt 14 Workshopleitungen aus den Reihen des SPI und der katho die Möglichkeit für vertiefende Diskussionen und den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die Teilnehmer*innen erörterten die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Sozialpsychiatrie und Sozialen Arbeit und entwickelten gemeinsam Ideen für eine moderne, humane und bedarfsgerechte Versorgung.
Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit zwischen dem SPI und der katho ist. Die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen bildet seit vielen Jahren eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Angebote in der Region.
Horst Goldscheck, Vorstand des SPI, zog ein positives Fazit:
„Der Tag war eine gute Mischung aus Fachvorträgen, aus Netzwerken und fachlichen Austausch.“
Auch Sylvia Polte, Vorständin des SPI, hob die Bedeutung der langjährigen Kooperation hervor:
„Es war ein toller Fachtag und wir merken immer wieder, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen dem SPI und der katho ist. Wir merken an vielen Stellen, wie wichtig die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse für unsere alltägliche Arbeit sind und wie interessant die Praxiserfahrungen, zum Beispiel unserer dualen Student*innen, für die wissenschaftliche Forschung sind.“
Johannes Tack zeigte sich beeindruckt von der Veranstaltung:
„Ich bin tief beeindruckt, was der SPI und die katho mit dem Fachtag auf die Beine gestellt haben. Ich persönlich bin stolz auf den SPI und alle Kolleg*innen. Denn der SPI ist in der sozialpsychiatrischen Versorgung in Stadt und Kreis Paderborn und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken.“
Auch die Teilnehmer*innen zeigten sich begeistert von den fachlichen Impulsen und dem offenen Austausch. Eine Teilnehmerin brachte die Stimmung des Tages treffend auf den Punkt:
„Ein wunderbarer Tag zur Sozialpsychiatrie. Sie lebt, das finde ich total gut! Ich wünsche uns allen eine lebendige und tanzende Sozialpsyatrie.“
Für Prof. Dr. Patrick Isele stand vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen im Fokus:
„Der Fachtag war ein wunderbares Beispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis gut funktionieren kann.“
Mit zahlreichen Impulsen, engagierten Diskussionen und vielen persönlichen Begegnungen endete ein Fachtag, der nicht nur auf 45 Jahre sozialpsychiatrisches Engagement des SPI Paderborn e. V. zurückblickte, sondern vor allem den Blick nach vorne richtete.
Die zentrale Botschaft des Tages war eindeutig: Eine starke Sozialpsychiatrie braucht den kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und den Menschen, für die sie da ist. Gemeinsam können die Herausforderungen der Zukunft gestaltet und Teilhabe für alle Menschen nachhaltig gestärkt werden.




































