Berufliche Rehabilitation

Das Begleitzentrum Mitarbeit (BZM) bietet Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation und Integration an

Durch verschiedene Maßnahmen aus dem Bereich des zweiten und dritten Sozialgesetzbuches (SGB II und SGB III), können sich Menschen mit psychischen Erkrankungen, Behinderungen oder erschwerten Zugängen zum Arbeitsmarkt erfolgreich diesem annähern oder sich nachhaltig integrieren.

Individuell und passgenau in den Arbeitsmarkt integriert

Unsere Programme orientieren sich vor allem an den beruflichen Zielen und Wünschen der Teilnehmenden. Wir unterstützen sie bei der Überprüfung wie Verbesserung der Belastbarkeit in Bezug auf ihre Arbeitsfähigkeit. Zudem helfen wir bei der Wiederaufnahme von weiteren Aktivitäten zur beruflichen Integration, Bewältigung von begleitenden Erkrankung, Stärkung des Selbstwertgefühls und Entwicklung einer Zukunftsperspektive.

Seit März 2012 können wir das zertifizierte Job Coach-Programm nach AVGS (Aktivierung und Vermittlungsgutschein) einem erweiterten Personenkreis anbieten. Bis zu 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in theoretischen und praktischen Modulen auf das Erwerbsleben vorbereitet und in den freien Arbeitsmarkt integriert.

Seit 2017 wird das Programm Job Coach ebenfalls als geteilte FBW Maßnahme (Förderung der beruflichen Weiterbildung) in verschiedenen Berufsfeldern angeboten.

Im Rahmen der kooperativen Reha-Ausbildung, einer Ausbildung in Kooperation mit Betrieben und Berufsschulen, hat sich das BZM als fester Bestandteil des regionalen Ausbildungsmarktes etabliert. Dabei werden Auszubildende durch Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung unterstützt, Betriebe erhalten während der Phase Begleitung durch unsere Fachkräfte.

Zusätzlich bietet das BZM mehrere Arbeitsgelegenheiten an, die zeitlich und thematisch befristet sind.

Angebote

Job Coach

Gezielt und individuell in den Arbeitsmarkt integriert

Berufliche Integrationsmaßnahme Job Coach “Erst platzieren, dann trainieren!”
Job Coach ist eine berufsvorbereitende Maßnahme mit dem Ziel der Integration in den freien Arbeitsmarkt. Zielgruppe sind arbeitssuchende/arbeitslose Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. Der Verein SPI Paderborn e. V. ist über die AZAV ein zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung.

Die Aufnahme in das 6,5 monatige Job Coach-Programm kann durchgehend erfolgen.

Zugangsvoraussetzung/Kostenträger: Menschen im ALGI oder ALGII Bezug, Förderung bei Vorliegen der Voraussetzungen durch den Rententräger möglich.

Die Maßnahme gliedert sich als AVGS Maßnahme in:

  • 2 Monate Assessment und Vermittlung von fachspezifische Kenntnissen
  • 3 Monate Inhouse Training mit Rückholtag
  • 1,5 Monate Externes Praktikum, Rückholtag und Intensiver Betreuung im Rahmen der Vermittlung und Integration in den Allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Der Fokus der Maßnahme liegt neben der Vermittlung von Lerninhalten in der Steigerung der Belastbarkeit, Annäherung an Leistungsgrenzen mit intensiver pädagogischer Betreuung und Unterstützung

 

Maßnahmeverlauf und Buchung:
Die Module der Maßnahme können nur als Gesamtpaket durch den Leistungsträger gebucht werden.

Buchung und Anfragen unter:
0525189223201

Offene Sprechstunde:

Jeden Freitag von 9-12 Uhr

Flyer zum Download

 

Job Coach 2 (seit Oktober 2017)

Seit Oktober 2017 kann das BZM des SPI Paderborn e.V. das zertifizierte Job Coach-Programm einem bestehenden und erweiterten Personenkreis als gekoppelte und modulare FBW Maßnahme (Förderung der beruflichen Weiterbildung) anbieten. Die Maßnahme „Job Coach 2“ kennzeichnet sich wie folgt:

  • Teilung der Maßnahme in 3 Module ( 1. Eingangscheck 1 Monat nach AVGS – Aktivierung und Vermittlungsgutschein, 2. Grundkompetenz 3 Monate und 3. Jobcoaching 5,5 Monate)
  • Berufliche Wissensvermittlung und praktisches Fertigkeitentraining für 6 Berufsfelder
  • Die Qualifizierung bietet die Chance auf einen Arbeitsplatz als Helfer oder Assistenzkraft, bzw. als Berufsrückkehrer im Ausgangsberuf
  • Die Module beinhalten themenspezifische Wissensvermittlung, kombiniert mit berufsbezogenem Deutsch, Mathematik und EDV- Anwendungen
  • laufender Einstieg möglich
  • 6 Wochen externen Praktikum mit Rückholtag
  • Der Fokus der Maßnahme liegt in der Vermittlung von Lerninhalten und der Intensiven Bemühung der Integration in den Arbeitsmarkt

 

Die Maßnahme Job Coach 2 richtet sich an folgende Zielgruppe:

  • arbeitslose und arbeitssuchende Menschen mit eschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt.
  • Alter i.d.R. zwischen 18 bis 55 Jahren


Zugangsvoraussetzungen der Teilnehmer:

  • Feststehende Wahl des Arbeitsbereichs
  • Belastbarkeit von mind. 3 Stunden täglich
  • FBW und/oder AVGS Vermittlungsgutschein


Maßnahmeverlauf und Buchung:

Die Module der Maßnahme können direkt und einzeln durch den Leistungsträger gebucht werden. Wir empfehlen jedoch einen Einstieg mit Eingangscheck -> Grundkompetenz -> Job Coach, damit ein qualifizierter und erfolgsversprechender Ablauf gewährleistet werden kann.

Buchung und Anfragen unter: 0525189223200
Offene Sprechstunde: Jeden Freitag von 10-12 Uhr.

Flyer zum Download


Vorstellung der 6 Berufsfelder

Metall / Holz:
Der Metallbereich ist in der Lage, durch verschiedene Bearbeitungstechniken Verarbeitungen für unterschiedlichste Branchen auszuführen. Darunter fallen Aufgaben wie u.a. das Montieren, Schrauben, Pressen, Sägen, Bohren, Gewindeschneiden.

Der Werkstoff Holz lässt sich fast überall einsetzen und schafft ein freundliches und angenehmes Wohnambiente. Teilnehmende erfahren Grundkenntnisse über Holz und seine Einsatz- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Sie erfahren praktisch und theoretisch, welche Holzverbindungen möglich sind, welche Geräte bei Renovierungs-, Montage-, Reparaturarbeiten und Dekoration zum Einsatz kommen können und welche Zusatzmaterialien beim Holzwerken benötigt werden.

 

Garten und Landschaftsbau:
Gärtner für Garten- und Landschaftsbau haben vielfältige Aufgaben. Sie legen Grünanlagen an, erledigen Erdarbeiten und pflegen Teiche und Brunnen. Teilnehmende lernen hier die theoretische und praktische Umsetzung berufsspezifischer Aufgaben. Gärtner bzw. Helfer im Gartenbereich arbeiten in Fachbetrieben des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus. Auch in städtischen Gärtnereien, botanischen oder zoologischen Gärten sind sie tätig.

 

Medien und Kommunikation:
Mediengestalter gestalten. Sie entwerfen und produzieren mediales Material, nicht selten multimedial mit anderen Medientypen kombiniert. Die Planung, Erstellung und Bearbeitung von Videos und O-Tönen über Broschüren und Anzeigen, Webanwendungen bis hin zu Gravuren und Schildern sind die wesentlichen Aufgaben im Bereich Medien und Kommunikation. Die Anstellung erfolgt überwiegend in Werbeagenturen, Verlagen und Werbeabteilungen von Betrieben.

 

Betreuung, Pflege und Soziales:
Von Mensch zu Mensch. Der Gesundheitsbereich wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. So wächst auch der Bedarf an medizinischer Pflege und ganzheitlicher Versorgung. Der Bereich Betreuung, Pflege und Soziales ist auf ein Berufsfeld ausgerichtet, in dem Pflegeassistenz, Beratung, Begleitung und Betreuung andere Menschen als unterstützende und helfende Tätigkeit zu leisten ist.

 

Hauswirtschaft:
Hauswirtschaft klingt trist? Von wegen! Wer im Bereich Hauswirtschaft arbeitet, ist Experte um Umgang mit u.a. verschiedenen Geräten, Hygiene, Umweltschutz und gesunder Ernährung. Die Einsatzmöglichkeiten sind primär in sozialen Einrichtungen (Alten- und Altenpflegeheim, Jugend- und Erziehungsheim, Wohn- und Pflegeheim) in Küchen, Wohnräumen, Nutzgärten oder Speisesälen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kliniken, Erholungsheime und landwirtschaftliche Betriebe. Eine Beschäftigung in privaten Haushalten als Hauspersonal ist ebenso möglich.

 

Verwaltung/Kaufmännisch:
Das Berufsbild einer Arbeitskraft in der Verwaltung variiert deutlich von Einrichtung zu Einrichtung. Während in kleinen Einrichtungen eher Allround-Kräfte benötigt werden, findet sich in größeren Unternehmen ein höheres Maß an Spezialisierung wieder. So kann hier nur ein Bruchteil der durchzuführenden Tätigkeiten wiedergegeben werden. In der Regel umfasst das Aufgabenfeld u.a. Sicherstellung eines modernen Rechnungswesens mit Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Statistiken und allgemeinen Verwaltungsaufgaben, Überwachung der Zahlungseingänge, Telefondienste und Schriftverkehr.

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Inhalte und Abläufe der zwei Job Coach Maßnahmen des BZM.

Übersicht im Vollbild anzeigen. 

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Bewerbungscoach - 10 Stunden Einzelcoaching

Die Maßnahme „Bewerbungscoaching“ richtet sich an arbeitsuchende Frauen und Männer, die in der Bewerbungsphase kompetente Unterstützung und Begleitung rund um Bewerbung und Stellensuche in Anspruch nehmen wollen. Das Coaching eignet sich für alle Ziel-, Alters- und Berufsgruppen von arbeitsuchenden Menschen.

 

Leistungsbeschreibung

Aufbau und Inhalt der Maßnahme orientieren sich für jeden Teilnehmer an den individuellen Lernvoraussetzungen und –möglichkeiten, an der persönlichen Belastbarkeit und, soweit vorhanden, an konkreten Berufswünschen. Die Maßnahme wird für 10 Unterrichtsstunden auf  einen individuellen Zeitraum geplant.

 

Anzahl der Unterrichtseinheiten:

  • Modul 1:  8 UE, davon 7 tQ
  • Modul 2:  2 UE, davon 3 tQ

 

Zugangsvoraussetzung der Teilnehmer

  • Keine besonderen Vorkenntnisse
  • Belastbarkeit von mehr als drei Stunden täglich. Grobziele:
  • Anfertigen einer zeitgemäßen und ausdrucksstarken Bewerbung
  • Kennenlernen und Anwendung neuer Möglichkeiten der Stellenakquise (Selbstvermittlung)
  • Erarbeitung einer Strategie, sich wieder ins Arbeitsleben zu integrieren
  • Förderung zur Beseitigung von Hemmnissen und Schwierigkeiten
  • Die Entwicklung eines verbesserten Gespürs für Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Analyse der Bewerbervorstellungen von bestimmten Arbeitsplätzen
  • Entwicklung von Selbstvermittlungsfähigkeit
  • Erlernen der Fähigkeit, kreativ, unkonventionell und komplex zu denken und nach Arbeitsmöglichkeiten und neuen Tätigkeitsfeldern zu suchen
  • Erlernen, die eigenen Fähigkeiten wirkungsvoll und selbstsicher zu vermarkten (Selbstwirksamkeitsstrategien entwickeln)

 Download Flyer Bewerbungscoach

 

Kooperative Reha-Ausbildung

Junge Erwachsene, die ausbildungsgeeignet sind, aber noch weitere Unterstützung benötigen, werden in einem kooperativen Modell in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes ausgebildet, besuchen die Berufsschule und werden zusätzlich von Lehrern und Sozialpädagogen begleitet.

Die Maßnahme soll seelisch behinderte oder von Behinderung bedrohte junge Erwachsene ansprechen, die:

  • für eine Berufsausbildung grundsätzlich in Betracht kommen,
  • an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) teilgenommen und dabei die Phase der beruflichen Orientierung abgeschlossen haben,
  • den Status eines Rehabilitanden haben( Agentur für Arbeit),
  • noch Unterstützung benötigen, um die praktischen, theoretischen und sozialen Anforderungen einer Ausbildung zu bewältigen.

Die kooperative Reha-Ausbildung findet im Projektverbund mit In Via St. Lioba Berufsförderzentrum und der Stiftung Bildung & Handwerk (SBH West) statt.Leistungsträger der kooperativen Reha-Ausbildung ist die Agentur für Arbeit in Paderborn. Rechtsgrundlage sind das Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III), das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung.

Mitarbeiter des BZM verfügen über die Rehapädagogische Zusatzausbildung um auch Ausbildungen nach §66 BBIG und §42m HwO zu begleiten.

Arbeitsgelegenheiten

Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung – Brückenjob nach § 16 Abs. 3 Satz 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II)
Wir führen durchgehend unterschiedliche Arbeitsgelegenheiten mit einer Dauer von ca. 12 Monaten durch. die Arbeitsgelegenheiten des SPI Paderborn haben die Besonderheit, dass sie sich stark an der Kombination aus Kreativität und Handwerk orientieren. Zum Beispiel haben Teilnehmende in der Arbeitsgelegenheit „Camp & More“,  Ruhebänke in Kooperation mit dem Kreis Paderborn entwickelt. Eine andere Arbeitsgelegenheit baut Upcycling Produkte aus nicht mehr nutzbaren Materialien und „haucht“ Ihnen neues Leben ein.
Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch über die Maßnahme.

Ein laufender Einstieg ist möglich. Zugangsvorraussetzung: ALGII Bezug

Qualität

Qualitätsmanagement

Seit Juli 2009 nutzt die Organisation ein dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem, das zunächst für den Job-Coach-Bereich (AZWV-Maßnahme) entwickelt wurde und seit Dezember 2010 auch auf die BvB-Maßnahme des BZM angewendet wird. Es entspricht sowohl den Forderungen des § 84 Nr. 4 des SGB III als auch den in der HEGA 12/2009 dargelegten Kriterien für vergleichbare Einrichtungen nach § 35 SGB IX einschließlich der Kriterien für die Durchführung von Teilen der Ausbildung in Betrieben nach § 35 Abs. 2 SGB IX.

Das vorliegende QM-System basiert in allen wesentlichen Teilen auf den Vorgaben und Empfehlungen der DIN EN ISO 9001:2008 und erfüllt.

Ziel des Qualitätsmanagementsystems des BZM ist die Sicherstellung und kontinuierliche Verbesserung der Qualitätsfähigkeit unseres Hauses auf der Basis definierter Prozesse und Abläufe bei der Planung, Durchführung und Bewertung von Bildungsdienstleistungen.

QM-Beauftragte für die berufliche Rehabilitation ist Frau Regina Gelhausen, Tel.: 05251 89223-212.

Team

Team Begleitzentrum Mitarbeit (BZM)

Bartholomäus Rymek
M.A. Sozialmanagement
Leitung

MitarbeiterInnen

Miriam Behr
Diplom-Sozialpädagogin
Dorothee Bräuer
Diplom Pädagogin
Janine Graf
Dipl-Sozialpädagogin
Friedhelm Hanselle
Arbeitspädagoge
Axel Neumann
Diplom-Kaufmann
Christof Nolte
Arbeitsanleiter
Birgit Schulte
Lehrkraft Reha-Koop
Jennifer Spieker
Diplom-Sozialpädagogin

Kontakt

Sie haben Interesse an weiteren Informationen über das Betreute Wohnen (oder eben eine andere Abteilung) und bitten um eine Kontaktaufnahme? Benutzen Sie bitte unser Kontaktformular

Berufliche Rehabilitation –
Begleitzentrum Mitarbeit (BZM)

Klingender Str. 1-3
D-33100 Paderborn

Tel.: 05251/89223-200
FAX: 05251/89223-99200
E-Mail: bzm@spi-paderborn.de

Bartholomäus Rymek
M.A. Sozialmanagement
Leitung BZM
05251/89223-201
05251/89223-99201
bartholomaeus.rymek@spi-paderborn.de
Irmgard Alboth
Dipl. Pädagogin
stellvertretende Leitung BZM
05251/89223-501
05251/89223-99501
irmgard.alboth@spi-paderborn.de