35 Jahre Rehabilitationshaus des SPI Paderborn e. V. – 35 Jahre Dienstjubiläum Johannes Tack

 

Mit einem großen Festakt feierte der Sozialpsychiatrische Initiative Paderborn e. V. (SPI) im November 2016 im Rathaussaal sein 35-jähriges Bestehen.

Zum 1. Dezember feiert die älteste Einrichtung des Vereins, das Rehabilitationshaus, ihr 35-jähriges Bestehen.

In den sechziger Jahren setzte eine breite theoretische und praxisbezogene Kritik der Psychiatrie ein. Die Psychiatrie-Enquete von 1975 führte zur Stärkung ambulanter Versorgungsstrukturen und zu einem bis heute nicht abgeschlossenen Reformprozess.

Auf Grund dessen begann 1982 die Arbeit des Gesamtvereins SPI mit der Gründung eines Übergangsheimes, geboren aus der Psychiatriereform.

1993 erfolgte der Wechsel des Übergangsheims in eine stationäre und ganztags ambulante medizinische Rehabilitationseinrichtung (Rehabilitationshaus) für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Zu den therapeutischen Leistungsangeboten des Rehabilitationshauses zählen heute u. a. die Arbeits- und Ergotherapie, verschiedene Einzel- und Gruppentherapien, Bewegungs- und Sporttherapie und lebenspraktisches Training.

Ein multiprofessionelles Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen, Krankenpflegern, Arbeitstherapeuten und Hauswirtschaftlern gewährleistet eine bestmögliche Behandlung unter fachärztlicher Rehabilitationsplanung.

Die Entwicklung des Vereins, die seinerzeit mit der Gründung des Übergangsheimes begann, wurde seit seiner Gründung maßgeblich von einem Menschen stark geprägt, Johannes Tack, der am 01.12.2017 sein 35 jähriges Dienstjubiläum feierte. Bereits vor seinem Tätigkeitsbeginn war er eingetragenes Mitglied im Verein.

Johannes Tacks beruflicher Weg begann mit einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann. Es folgte sein Zivildienst. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums zum Dipl.-Sozialarbeiter an der damaligen KFH (Katholischen Fachhochschule), der heutigen KatHO in Paderborn, absolvierte er sein Anerkennungsjahr als Sozialarbeiter in der Westfälischen Landesklinik Paderborn, heute LWL-Klinik Paderborn.

Seine ersten beruflichen Schritte innerhalb des Vereins waren ab dem 01.12.1982 geprägt von Tätigkeiten als klassischer Sozialarbeiter im damaligen Übergangsheim.

Gemeinsam mit dem 2011 verstorbenen Gründungsmitglied Karl-Josef Schlottmann leitete er über viele Jahre die Rehabilitationseinrichtung, bevor er die Geschäftsführung des Vereins übernahm. Johannes Tack entwickelte den Verein zu einem mittlerweile komplexen Leistungsanbieter im Versorgungsnetz der gemeindepsychiatrischen Landschaft. So führt der Verein SPI neben der bereits beschriebenen medizinischen Rehabilitationseinrichtung auch eine berufliche Rehabilitationseinrichtung (BZM), eine Tagesstätte für seelisch behinderte Menschen, das Ambulant Betreute Wohnen als Angebot für die ambulante psychosoziale Begleitung und Betreuung, eine Ergotherapie-Praxis, die Jugendhilfe OWL mit zurzeit drei stationären Einrichtungen im Stadt- und Kreisgebiet Paderborn und Gütersloh sowie die Integrierte Versorgung als ambulantes Kriseninterventionsprogramm in Kooperation mit der LWL-Klinik Paderborn.

Aufgrund der Steigerung der Leistungsangebote und dem zugrundeliegenden Wachstum des Vereins waren Veränderungen innerhalb der Führung die elementare Voraussetzung, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Seit 2012 arbeitet Johannes Tack als Vorstandsvorsitzender eines dreiköpfigen hauptamtlichen Vorstandes.

Johannes Tack ist eine Person der ersten Stunde, ohne die der Verein der SPI nicht das geworden wäre, was er heute im Innen- und Außenverhältnis darstellt. Seine Prägung des Vereins fundiert auf dem Anspruch eines partizipativen Führungsstils und einer kooperativen Grundhaltung im Umgang miteinander.

Johannes Tack ist mit seiner langjährigen Erfahrung immer dort, wo es Verein, Politik und Gesellschaft fordert. Als passionierter Segler weiß er mit Sturm und Flut umzugehen und manövrierte das SPI-Schiff bis heute und auch noch in Zukunft durch verschiedenste Gewässer.

Der Aufsichtsrat, die Vorstandskollegen, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gratulieren Johannes Tack von ganzem Herzen.

 

Foto: Mitte: Johannes Tack

Beitrag verfasst am 11. Dezember 2017